Fußball zeigt bei Pokal-Ausschluss von Dynamo Dresden klare Kante

11. Dezember 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Der Ausschluss von Dynamo Dresden von der DFB-Pokalrunde 2013/2014 sei ein richtiger Schritt auf dem Weg zur Eindämmung der Gewalt rund um den Fußball, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut. Die Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes zeige klare Kante. Der GdP-Bundesvorsitzende: „Von diesem Urteil erwartet die Gewerkschaft der Polizei eine erhebliche Signalwirkung.“

Witthaut weiter: „Die Nichtteilnahme an einem der Prestige trächtigsten und spannendsten Wettbewerbe im deutschen Fußball trifft den Verein und seine friedlichen Fans ins Mark. Der Vorstand und die vielen Dynamo-Anhänger beißen sich auf die Nägel, wenn bei der nächsten Pokal-Auslosung die großen Lose wie Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 den anderen Vereinen zugelost werden.“ Zudem entstehe dem sächsischen Traditionsclub neben dem großen Imageschaden auch ein veritabler finanzieller Verlust.

Witthaut: „Jetzt kommt die Zeit der großen Gruppe wahrer Fußballfreunde, die die kleine Schar der Fußballzerstörer in die Schranken weisen kann. Den Anfang haben Tausende Schalker Fans vor kurzem gemacht, als sie unverbesserlichen Pyro-Ultras die Teilnahme an der Schalker Gemeinschaft lautstark und eindeutig abgesprochen haben.“

Angesichts der nahenden Abstimmung des Maßnahmenpakets „Sicheres Stadionerlebnis“ mahnte Witthaut erneut vor Forderungen nach immer Vorschriften und Kontrollen im Zusammenhang mit dem Stadionbesuch. Man werde der Gewalt nicht Herr, indem man die Regeldichte für Fußballfans und Vereine ins Unendliche treibe. Das könne einem echten Fußballfan, der seinen Kindern den Lieblings-Verein nahe bringen will, den Stadion-Besuch nachhaltig verderben.

1 Kommentar
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  1. Ich befürchte dass es eher zu einem weiteren Schulterschluss gegen Medien, Polizei und DFB vieler Fangruppierungen in ganz Deutschland kommt.
    Kollektivstrafen haben wir eigentlich abgewählt – sie sind absolut kontraproduktiv. Die sehr gute Fanarbeit in Dresden ist durch ein solches Urteil wieder um Jahre zurückgeworfen.

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