Empörung über ver.di-Warnstreiks an Flughäfen bei BDSW und Passagieren

11. Dezember 2012 | Themenbereich: Security | Drucken

„Die heutigen Warnstreiks von ver.di an zehn Verkehrsflughäfen haben zur Empörung bei tausenden von Fluggästen und auch beim Arbeitgeberverband BDSW geführt“, sagte Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft in Bad Homburg. Mit diesen unverhältnismäßigen Warnstreiks schädige ver.di „ohne Not“ tausende von Passagieren und belaste die laufenden Verhandlungen zum Abschluss eines Manteltarifvertrags für die 15.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter an den Flughäfen.

Am 14. November waren die Tarifverhandlungen unterbrochen worden und es wurde vereinbart, am 15. und 16. Januar die Tarifverhandlungen fortzusetzen. Die heutigen Warnstreiks an den Flughäfen Frankfurt am Main, Baden-Baden/Karlsruhe, Berlin-Tegel und -Schönefeld, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Köln-Bonn und Stuttgart waren in keiner Weise abzuschätzen und von ver.di angekündigt. Damit werde das bisher offene und konstruktive Verhandlungsklima deutlich belastet, sagte Olschok.

Mit dem Manteltarifvertrag wolle man die Arbeitsbedingungen vor allem der ca. 8.000 Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten verbessern. Deshalb habe der Verband selbst vor zwei Jahren einen „historischen“ Weg eingeschlagen. Erstmalig sitzen alle Unternehmen, die Sicherheitsaufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz auf den deutschen Verkehrsflughäfen wahrnehmen, an einem Verhandlungstisch. Gemeinsam mit den Unternehmen FraSec und FIS, die nicht Mitglied im Arbeitgeberverband BDSW sind, werde ein gemeinsamer Tarifvertrag verhandelt. Das zeige überdeutlich, wie wichtig uns marktgerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen für die 15.000 Sicherheitsbeschäftigten an Verkehrsflughäfen seien, die eine überaus wichtige Funktion für die Sicherheit des Luftverkehrs hätten, so Olschok. „Die heutigen Streiks gefährden den Fortbestand der Tarifgemeinschaft.“

Es gehe bei der Tarifauseinandersetzung, so Olschok, nicht um Löhne. Diese werden in den Bundesländern verhandelt. Erst am vergangenen Donnerstag habe man sich in Baden-Württemberg auf ein „satte Tariferhöhung“ für die Fluggastkontrolleure von 8,16 Prozent geeinigt. In Nordrhein-Westfalen sei man am Freitag mit einem Angebot von fast 10 Prozent in die „Verhandlungsverlängerung“ am 18. Dezember gegangen.

„Beim Neuabschluss eines Manteltarifvertrages geht es um insgesamt 22 Paragrafen. Bei den meisten sind wir uns mit ver.di einig. Über Arbeitszeitflexibilisierung, Befristung von Arbeitsverträgen sowie Beendigung und Ruhen von Arbeitsverhältnissen haben wir ausgiebig verhandelt. Wir hatten bereits ein Angebot abgegeben, das sich deutlich an die Forderungen der Gewerkschaft anlehnt“, so der BDSW-Hauptgeschäftsführer.

Mit den heutigen Warnstreiks müsse man leider auch am Willen – oder auch der Fähigkeit – von ver.di zweifeln, überhaupt einen bundesweiten Manteltarifvertrag abzuschließen. „Man habe den Eindruck“, so Olschok abschließend, „dass ein Konflikt zwischen ver.di Bund und den weitgehend autonomen Landesbezirken eine bundesweit einheitliche Regelung verhindert.“

 

 

1 Kommentar
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  1. herr olschok kann ja die fluggastkontrolle selber in die hand nehmen….dieser mensch hat keine ahnung was in der sicherheitsbranche los ist……

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