Deutsch-Chinesisches Projekt zum Risikomanagement erfolgreich abgeschlossen

11. Dezember 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Mit einer imposanten Stabsrahmenübung in der südwestschinesischen Millionen-Stadt Chongqing ging am 03./04.12.2012 das Pilotprojekt „Risikomanagement und Optimierung der Notfallplanung an chinesischen Pilotstandorten“ erfolgreich zu Ende. Das Vorhaben war Bestandteil des „Sino-German Disaster Risk Management Project“, das über drei Jahre hinweg von der GIZ, dem THW und dem BBK sowie staatlichen chinesischen Partnern zur

Das BBK konzentrierte sich neben der umfassenden Ausbildung von chinesischen Krisen-Stäben auch auf die Verbesserung des Risikomanagements. Zusammen mit der GIZ wurden durch die Chinesische Verwaltungsakademie (CAG) und das dort angesiedelte Nationale Institut für Notfallmanagement (NIEM) zwei chinesische Pilotregionen, die Regierungsunmittelbare Stadt Chongqing (Südwest-China) und die Städte Shenzhen und Heyuan in der Provinz Guangdong (Süd-China) für dieses Teilvorhaben ausgewählt

Seit Januar 2011 vermittelten deutsche Experten aus dem BBK unter Leitung von Dr. Wolfram Geier in fünf Intensiv-Modulen Methodenkenntnisse zur Erarbeitung von Risikoanalysen und Notfallplänen sowie zur Anlage und Durchführung von Übungen. Unterstützt wurde das BBK dabei auch zeitweise durch Katastrophenschutzpraktiker aus Berlin und Köln. Mittlerweile liegen nun umfassende Risikoanalysen aus den Pilotstandorten vor, nach deren Bewertung die regionalen Notfallpläne überprüft und angepasst wurden. Alleine in Chongqings zentralem Stadtbezirk Jiulongpo, in dem die abschließende Stabsrahmenübung durchgeführt wurde, gibt es nun eine über 900seitige Risikoanalyse mit über 33 analysierten Risiken. Mit abschließenden Übungen sollte nun der Prozess der Risikoanalyse und der Optimierung der Notfallpläne evaluiert werden.

Bereits im September 2012 erfolgte dies durch eine Vollübung in Shenzhen. Das Übungsszenario war hier ein Großbrand in der Metro der 9-Millionen-Einwohner-Stadt. Chongqing folgte nun im Dezember 2012 mit einer Stabsrahmenübung und dem angenommenen Szenario des Dammbruchs in einem großen Trinkwasserreservoir nach Starkregen. Beide Übungen wurden von deutschen Experten begleitet, beobachtet und kommentiert. Beide Übungen zeigten eindrucksvoll, welche großen Fortschritte das Risiko- und Katastrophenmanagement in beiden Regionen im Projektzeitraum gemacht hat. In einer kleinen feierlichen Zeremonie wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der modularen Ausbildung die erworbenen Zertifikate überreicht.

 

 

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