Abschlussbericht Projektgruppe Feuerwehr 2020 vorgestellt

10. Dezember 2012 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die Projektgruppe Feuerwehr 2020 hat heute in Dessau-Roßlau ihren Abschlussbericht vorgestellt. Sie war im Januar dieses Jahres vom Ministerium für Inneres und Sport ins Leben gerufen worden, um den Ist-Zustand der Feuerwehren im Land zu untersuchen. Neben Ministeriumsvertretern beteiligten sich auch Fachleute aus den Landkreisen und Gemeinden, vom Landesfeuerwehrverband e. V. und vom Institut für Brand- und Katastrophenschutz an der Facharbeit in der Projektgruppe.

Aus dem heute vorgestellten Abschlussbericht der Projektgruppe Feuerwehr 2020 sollen Vorschläge abgeleitet werden, wie der Brandschutz im Land künftig an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Wichtigstes Ziel ist es, Konzepte und Lösungen zu entwickeln, damit auch in der Zukunft der Brandschutz im Land gesichert bleibt und ausreichend qualifizierte Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Dazu soll die Facharbeit gemeinsam mit den Gemeindewehrleitern und Kreisbrandmeistern im kommenden Jahr in vier Regionalkonferenzen fortgesetzt werden.

„Ortsfeuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil des Brandschutzes und für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger unerlässlich. Ziel muss es sein, trotz demografischen Wandels das Personal für diese Wehren sicherzustellen und dadurch auch Nachwuchsarbeit ortsnah zu ermöglichen.“ Die landesweit einheitliche Hilfsfrist von zwölf Minuten dürfe nicht angetastet werden.

Angesichts einer landesweit angespannten Haushaltslage muss aber auch über Synergieeffekte und damit verbunden über finanzielle Handlungsspielräume nachgedacht werden. „Dies betrifft insbesondere Ausstattung und Ausrüstung der Feuerwehren, die bestmöglich sein müssen. Das sind wir den ehreamtlichen Kameradinnen und Kameraden schuldig.

Aus- und Fortbildung sowie Personaleinsatz sind zukünftig ohne Qualitätsverlust zu optimieren. Freiwillige Zusammenschlüsse von kleineren Ortswehren werden begrüßt und vom Land unterstützt“, sagte der Innenminister.

Nach Auffassung der Projektgruppe soll auf der Grundlage der Risikoanalysen und Brandschutzbedarfsplanungen jede Gemeinde eine Stützpunktfeuerwehr bilden. Sie ist neben der Absicherung des Zuständigkeitsbereiches auch für den überörtlichen Einsatz vorgesehen und verfügt über die dafür erforderlichen Einsatzmittel.

Bei den Ortsfeuerwehren sieht die Projektgruppe – neben der Sicherstellung des Grundschutzes bei Standardbrandeinsätzen – die Notwendigkeit von Spezialisierungen. Über das Gebiet der jeweiligen Gemeinde hinaus sollten die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ausgeschöpft werden.

Ein wesentliches Anliegen für Innenminister Holger Stahlknecht ist die Nachwuchsarbeit. „Das Ministerium plant, den Ortsfeuerwehren für ihre Nachwuchsarbeit Hilfe an die Hand zu geben. Dies soll auch in Form von Expertentipps für die Öffentlichkeitsarbeit der Wehren und auf der Grundlage der Erkenntnisse der Projektgruppe Feuerwehr 2020 geschehen“, kündigte er an.

Der Innenminister betonte: „Die ehrenamtliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Land verdient höchsten Respekt und unser aller Anerkennung.“

 

 

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