10.000er grenzüberschreitender DNA-Treffer

5. Dezember 2012 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Eine winzige Köperzelle am Tatort hinterlassen – jeder Straftäter weiß von dem kriminalpolizeilichen Hilfsmittel der DNA-Analyse. Doch viele fühlen sich sicher, denn sie begehen ihre Straftaten im Ausland und glauben sich so vor Strafverfolgung besser geschützt.

Weit gefehlt! Seit mehr als sieben Jahren werden DNA-Profile sowohl von Personen als auch von Spuren europaweit abgeglichen. Der sog. „Prümer Vertrag“ regelt diese Vereinbarungen.

Ein besonderes „Jubiläum“ kann das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) nun melden:   Im Herbst 2012 gelang dem zuständigen Sachgebiet im LKA der 10.000 Treffer beim grenzüberschreitenden DNA-Abgleich!

Ein zunächst unbekannter Mann war bereits im März 2012 zusammen mit mehreren anderen Beteiligten in ein Reifenlager in Bamberg eingebrochen und hatte Waren im Wert von 130.000 Euro gestohlen.

Die Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Bamberg konnte DNA am Tatort sichern. Bei einem Abgleich auch mit dem österreichischen Datenbestand stellte sich heraus, dass dort eine Person mit diesem DNA-Muster gespeichert ist. Ein 29-jähriger ungarischer Staatsangehöriger war bereits im Nachbarland wegen Einbruchs inhaftiert und erkennungsdienstlich behandelt. Nach seiner Entlassung machte er dann in Deutschland so weiter wie vorher in der Steiermark.

Sofort nach Bekanntwerden der Personalien des Tatverdächtigen informierte das LKA die mittlerweile zuständige Kripo in Oberfranken. Kurz danach gelang die Festnahme des Ungarn, der jetzt in Kronach in Untersuchungshaft sitzt. Vor dem „Prümer-Vertrag“ wäre dies noch nicht möglich gewesen.

Deutschland gleicht mittlerweile die DNA-Datenbanken mit zehn Ländern ab (Österreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Frankreich, Spanien, Slowakei, Slowenien, Rumänien und Lettland). Weitere Länder werden folgen.

„Oftmals können erst dadurch Straftaten geklärt, grenzüberschreitende Tatzusammenhänge hergestellt oder wertvolle Informationen über europaweit agierende Straftäter erlangt werden“, so Peter Dathe, Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.