Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien

4. Dezember 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Die Verhinderung von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung ist ein zentrales Anliegen der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Sie verfolgt dabei einen übergreifenden Ansatz und beschäftigt sich mit Fragen der Verhinderung von Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen, Muslimfeindlichkeit und Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus. Ziel ist es, bis 2013 praxisnahe Empfehlungen zu erarbeiten sowie präventive Maßnahmen insbesondere für die Jugendarbeit in den genannten Phänomenbereichen zu initiieren und zu begleiten. Die DIK leistet damit einen Beitrag für ein friedliches und respektvolles Miteinander.

Vor diesem Hintergrund findet heute in Berlin die zweitägige Konferenz „Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien“ statt, die von Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche eröffnet wird. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen sollen dabei vor allem auch Beispiele aus der praktischen Präventionsarbeit vorgestellt und diskutiert werden. Als Fachtagung konzipiert wird sie der DIK Impulse für die weitere Arbeit geben. Die Fachtagung wurde von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern konzipiert. Mitglieder der Arbeitsgruppe wirken zudem maßgeblich an der Tagung mit. Neben staatlichen Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunen sowie muslimischen Einzelpersonen sind dies die Dachverbände Türkisch Islamische Union (DITIB), Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) sowie die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD).

Die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die auch die beiden weiteren zentralen Themen Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus und Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen umfassen, sind in den Zwischenberichten der Jahre 2011 und 2012 publiziert. So stellt die Arbeitsgruppe beispielsweise fest, dass Antisemitismus unter Muslimen mit Migrationshintergrund erst seit einigen Jahren zu einem Thema der zielgruppenspezifischen und praktischen Präventionsarbeit auf Projektebene geworden ist.

Quelle: BMI

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