BBK an der „Internationalen Konferenz zum Krisenmanagement“ in Peking vertreten

4. Dezember 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Im Rahmen des seit 2009 laufenden Projektes „Sino-German Disaster Risk Management“ fand vom 24. bis 25. November die „International Conference on Emergency Management“ in Peking statt. Das Projekt wird seitens des Bundesamtes führ Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) durch verschiedene Ausbildungs- und Beratungsveranstaltungen maßgeblich unterstützt.

Mehr als 400 hochrangige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Volksrepublik China, weiteren asiatischen Ländern, den USA sowie aus Europa nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Die Bundesrepublik Deutschland war mit einer Delegation des Bundesministeriums des Innen (BMI), des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) vertreten. Die deutsche Delegation wurde geleitet durch den Abteilungsleiter Krisenmanagement im BMI, Norbert Seitz. Das BBK wurde durch den Präsidenten, Christoph Unger sowie den Leiter des Lehrbereiches „Internationales Krisenmanagement“ und verantwortlichen Projektleiter BBK, Peter Wilde repräsentiert.

Die Konferenz war eingebettet in das deutsch-chinesische Projekt zur Verbesserung der chinesischen Krisenmanagementstrukturen. Dieses wird durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Chinese Academy of Governance (CAG) mit dem angehängten Chinese National Institute of Emergency Manangement (NIEM) und den deutschen Partnern dem BBK und des THW durchgeführt.

Die Ergebnisse der vielen Beratungen, Diskussionen und Vortragsveranstaltungen in Deutschland, aber auch in China, wurden nach und nach von den chinesischen Expertinnen und Experten an die eigenen Bedürfnisse, kultureller und administrativer Art angepasst.

Wie nachhaltig und erfolgreich dieses Projekt war, zeigt sich in den Vorträgen während der Konferenz. Das „Sino-German Project“ mit seinen Ergebnissen war Bestandteil vieler Vorträge. Die Darstellung der Ergebnisse der Maßnahmen innerhalb des Projektes, die daraus resultierenden und durchgeführten Anpassungen der chinesischen Krisenmanagementstrukturen sowie die detaillierten Umsetzungen im Ausbildungssystem aber auch im Bereich des Risikomanagements und der Notfallplanung machten dies mehr als deutlich.

Seitens des BBK wurden insgesamt 21 Professoren der CAG, des NIEM und verschiedener Provinzverwaltungsschulen in der Methodik und Didaktik des deutschen Ausbildungssystems zum Krisenmanagement unterrichtet. Weiterhin wurden Szenarien für Stabsübungen entwickelt, Stabsübungen durchgeführt und gemeinsam ein Handbuch für die Krisenmanagementausbildung entwickelt. Dieses Handbuch wird zukünftig chinaweit als Grundlage für die Krisenmanagementausbildung genutzt. Zwischenzeitlich werden an der CAG und dem NIEM sowie in vielen Provinzverwaltungsschulen diese Lehrmethoden angewandt und die Stabsübungen nach dem deutschen Modell durchgeführt.

Die Umsetzung des deutschen Konzepts einer effizienten Risikoanalyse durch die chinesischen Expertinnen und Experten wurde in einem Distrikt der chinesischen Megametropole Chongqing Stadt sowie in Guangdong erfolgreich adaptiert und getestet. Hier wurde die durch BBK entwickelte Methode der Risikoanalyse unterrichtet und praktisch umgesetzt. Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse wurden dann die Notfallplanungen durch die chinesischen Verantwortlichen erstellt bzw. aktualisiert und zum Abschluss in Übungen überprüft.

Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Teil der stets freundschaftlichen und professionellen Art und Weise der Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Bevölkerungsschutzexperten. Auch BBK-Präsident Unger hob die gute Kooperation vor dem hochrangigen Publikum der Konferenz in seiner Rede zum Thema „Planung, Bereitstellung und Einsatz von Ressourcen im Bevölkerungsschutz in Deutschland“ hervor.

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