Polizei-Auslandsmissionen notwendig

30. November 2012 | Themenbereich: Schleswig-Holstein | Drucken

Innenminister Andreas Breitner hält die Teilnahme von schleswig-holsteinischen Polizeibeamten an friedenssichernden Polizei-Auslandsmissionen der EU und UN weiter für notwendig. „“Wir stehen zu unserer Verantwortung““, sagte Breitner bei einem Empfang für Polizeibeamte im Auslandseinsatz am Donnerstag (29. November) in Kiel. Schleswig-Holstein werde seine Verpflichtungen im Rahmen des Möglichen und unter Beachtung von Prioritäten erfüllen. „“Unsere Polizeibeamten leisten in Krisengebieten gute Aufbauarbeit für die örtliche Polizei““, sagte Breitner. Sie hätten den Menschen in den von Krieg und Zerstörung gezeichneten Regionen Sicherheit gebracht und neues Vertrauen vermittelt.

Breitner zeichnete drei Polizeibeamte mit der Afghanistan-Spange der Bundesrepublik Deutschland jeweils in Gold, Silber und Bronze aus. Gold gibt es für einen Auslandseinsatz von 15 Monaten und mehr. Silber wird für sieben bis 14 Monate und Bronze für drei bis sechs Monate Auslandseinsatz verliehen. Seit 1994 sind schleswig-holsteinische Polizeibeamte an friedenssichernden Polizei-Auslandsmissionen im Rahmen des zivilen Krisenmanagements von EU und UN dabei, beispielsweise in Bosnien-Herzegowina, Albanien, Kosovo, Georgien, Palästina und aktuell mit vier Beamten in Afghanistan (Kabul und Kunduz). Ziel der Missionen ist der Aufbau einer rechtstaatlichen Polizei. Die Beamten beraten Polizeiführer und Politiker vor Ort. Hauptsächlich trainieren sie den Polizeinachwuchses. Der Auslandseinsatz dauert in der Regel bis zu einem Jahr.

Polizeibeamte können sich für eine Auslandsmission in einer landesweiten Ausschreibung bewerben. Sie durchlaufen ein zweiwöchiges Basistraining in der Bundespolizeiakademie in Lübeck und ein Vorbereitungsseminar, das je nach Mission zwischen einer und vier Wochen dauert. Besonderer Wert wird auf ausgeprägte englische Sprach- und Schreibkenntnisse, gute körperliche Konstitution sowie Stressstabilität und soziale Kompetenz gelegt. Aktuell gehören 37 Polizisten, darunter vier Frauen, zum Pool der so genannten Auslandsverwender.

Quelle: Innenministerium Schleswig-Holstein

 

 

 

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