Was auf Autofahrer im neuen Jahr alles zurollt

29. November 2012 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Der Trend hin zu immer mehr neuen Regeln für Verkehrsteilnehmer bleibt auch im neuen Jahr ungebrochen. Das geht aus einer vom ACE Auto Club Europa am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Liste hervor, in der unter anderem diverse Rechtsänderungen rund um Auto und Verkehr beschrieben werden. Demnach müssen sich Kraftfahrer 2013 unter anderem auf ein neues Fahrerlaubnisrecht, auf mehr Umweltzonen sowie auf höhere Versicherungstarife einstellen. Neuerdings werden auch Radler ausgebremst und müssen sich einer Geschwindigkeitsbegrenzung beugen – dann gilt für sie auf speziell ausgewiesenen Fahrradstraßen (Zeichen 244.1) maximal Tempo 30. Wer dagegen mit einem Leichtmotorrad bis 125 ccm unterwegs ist, darf vom 19. Januar an das bis dahin geltende Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde (km/h) überschreiten.

Aus dem Verkehrszentralregister (VZR), das im Flensburger Kraftfahrtbundesamt (KBA) die Punkte von Verkehrssündern verwaltet, soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ein neues Fahreignungsregister (FaER) werden. Für die Öffentlichkeit erschließt es sich aber immer noch nicht, worin der Vorteil dieser Art von Punktereform liegen soll. Einzig die erwogene Amnestie für Inhaber von Punkten hat die Herzen von Verkehrsstraftätern höher schlagen lassen. Doch ob sich deren Hoffnungen erfüllen und ob das Reformvorhaben überhaupt noch in der Amtszeit der schwarz-gelben Koalition in Kraft gesetzt wird, ist nach Einschätzung des ACE inzwischen mehr als unwahrscheinlich.

Unumstritten dagegen sind Maßnahmen zur Minderung der Schwere von Verletzungen bei Verkehrsunfällen. Die Anforderungen an die Sicherheit von Kraftfahrzeugen und deren Überprüfung unter anderem via Crashtests durch die Verbraucherschutzorganisation Euro NCAP werden 2013 verschärft. Dabei werden die Voraussetzungen für die begehrten 5 Sterne zwar herauf gesetzt, sie sind jedoch auch für Autos in den kleineren Fahrzeugsegmenten zu erreichen, so die Einschätzung der Experten.

StVO wird überarbeitet

Zum 1. April 2013 wird die überarbeitete StVO in Kraft treten. Die Gesetzestexte wurden nicht nur sprachlich auf eine bessere Verständlichkeit getrimmt, sondern beinhalten auch einige wesentliche Neuerungen:

 Gefahrenzeichen

Auf Gefahrenzeichen muss nicht nur mit erhöhter Aufmerksamkeit reagiert werden, die Neufassung der StVO schreibt künftig auch die Herabsetzung der gefahrenen Geschwindigkeit vor.

Winterreifenpflicht

Endgültig festgeschrieben wird die Pflicht, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen zu verwenden, die das M+S-Symbol aufweisen.

Motorräder

Motorräder dürfen am Tag wahlweise mit Abblendlicht oder eingeschalteten Tagfahrleuchten unterwegs sein. Bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen muss das Abblendlicht eingeschaltet werden.

Radverkehr

Radfahrer dürfen links befindliche Radwege nur dann benutzen, wenn diese durch eine entsprechende Beschilderung frei gegeben sind.

  •  Darauf eingerichtete Fahrradanhänger dürfen zur Beförderung von bis zu 2 Kindern bis zum vollendeten 7. Lebenjahr genutzt werden. Der Radfahrer muss in diesem Fall mindestens 16 Jahre alt sein.
  •  Sind keine Lichtzeichenanlagen für Radfahrer vorhanden müssen Radfahrer die Ampeln des Fahrverkehrs beachten. Grenzt der Radweg an eine Fußgängerfurt gelten die Fußgängerampeln auch für Radfahrer.
  •  In Fahrradstraßen (Zeichen 244.1) gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
  •  Sackgassenschilder (Zeichen 357) können durch Piktogramme die Durchlässigkeit für Fußgänger und Radfahrer anzeigen.

Inline-Skater

Inline-Skaten und Rollschuhfahren ist auf Radwegen und Seitenstreifen künftig zugelassen, wenn dies durch ein entsprechendes Zusatzzeichen erlaubt ist.

 

Quelle: ACE

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