Übung der Großregion: Projekt „Exercices nucléaires 3 en 1“

29. November 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Saarland | Drucken

Zweite Phase der grenzüberschreitenden Notfall- /Katastrophenschutzübung im Falle eines Störfalls im Kernkraftwerk Cattenom am 5. und 6. Dezember 2012

Am 5. und 6. Dezember 2012 wird das Großherzogtum Luxemburg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Belgien an der zweiten Phase der Übungsreihe „Exercices nucléaires 3 en 1“ der Großregion teilnehmen. Es handelt sich hierbei um eine Notfall-/ Katastrophenschutzübung, die als Ausgangslage einen Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom hat. Nach einer ersten Phase, die die Aktivierung und das Zusammenwirken der Krisenstäbe als Thema hatte, hat der zweite Teil der Übung die Ausweitung der Notfallschutzmaßnahmen und Aktivitäten, auch im Zusammenhang mit Evakuierungsmaßnahmen der Bevölkerung, als Schwerpunkt.

Der zweite Teil wird unter der Planung und Leitung des Großherzogtums Luxemburg stattfinden.

 Ziel der Übung

Das Ziel der Übung ist es, die nationale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Krisenstäbe in der Großregion und somit die Koordination von Notfallschutzmaßnahmen zu optimieren. Es geht darum, das gemeinsame Krisenmanagement der Partner in der Großregion, auch im Hinblick auf andere mögliche Krisen und Katastrophen in der Grenzregion, zu verbessern.

 Ursprung der Übung

Die Idee der Übung entstand auf dem Sondergipfel der Großregion am 20. April 2011, auf dem die Verantwortlichen auf Ministerebene der Großregion beschlossen haben, in Bezug auf das Kernkraftwerk Cattenom zeitnah mehrere gemeinsame Notfall-/ Katastrophenschutzübungen durchzuführen, an denen alle Partner der Großregion teilnehmen. Es handelt sich hier um eine Premiere: solche Übungen werden regelmäßig von den verschiedenen Ländern durchgeführt, es ist aber das erste Mal dass dies auf der Ebene der Großregion geschieht.

 Eine Übung in drei Phasen

Beim gemeinsamen grenzüberschreitenden Projekt „Exercices nucléaires 3 en 1“ handelt es sich um eine Serie von drei aufeinander aufbauenden strategischen Stabsrahmenübungen:

Der erste Teil der Übung (26.-27.7.2012), der unter der Federführung des Saarlandes stand, hatte die Aktivierung und das Zusammenwirken der Krisenstäbe als Thema,

Der zweite Teil der Übung (5.-6.12.2012), der unter der Planung und Leitung des Großherzogtums Luxemburg stattfindet, hat als Thema die Ausweitung der Notfallschutzmaßnahmen und Aktivitäten, u.a. im Zusammenhang mit Evakuierungsmaßnahmen der Bevölkerung,

Den letzten Teil der Übungsreihe übernimmt Frankreich im Frühjahr 2013. Im Vordergrund stehen hier die Langzeitphase nach dem Ereignis, d.h. der Übergang von Notfallschutzmaßnahmen zur langfristigen Strahlenschutzvor- und -nachsorge.

 Teilnehmende Behörden:

Großherzogtum Luxemburg:

Haut-Commissariat à la protection nationale (Hochkommissariat für nationale Sicherheit);

Ministère de la Santé (Gesundheitsministerium);

Division de la radioprotection (Strahlenschutzabteilung);

Administration des services de secours (Verwaltung der Rettungsdienste);

die großherzogliche Polizei;

die Luxemburger Armee;

Service information et presse du gouvernement luxembourgeois (Presse und Informationsdienst der luxemburger Regierung);

Service de Renseignement de l’Etat (Nachrichtendienst);

Le Département des Transports du ministère du Développement durable et des Infrastructures (Transportministerium);

L’Administration des Ponts et Chaussées (Strassenverkehrsamt)

Le Ministère de l’Intérieur et de la Grande Région (Ministerium für Inneres und die Grossregion);

Le Ministère de l’Education nationale (Bildungsministerium);

Le Ministère de l’Agriculture (Landwirtschaftsministerium);

Le Ministère de la Famille (Familienministerium).

 

Frankreich:

La Préfecture de la zone de Défense Est;

Le Centre Opérationnel départemental de la Moselle;

L’Autorité de Sûreté Nucléaire (ASN);

L’Institut de Radioprotection et de sûreté nucléiaire (IRSN);

Centre National de Production d’Electricité de Cattenom.

 

Belgien:

Le Centre de crise National (SPF Intérieur);

L’Agence fédérale de contrôle nucléaire (AFCN) et Bel-V;

La Région wallonne;

Le Gouverneur de la Province du Luxembourg.

 Rheinland-Pfalz:

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier;

Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur;

Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landes-planung (Fachberatungseinheit Strahlenschutz);

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord;

Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

 Saarland:

Ministeriums für Inneres und Sport;

Krisenstab des Saarlandes, in denen die Staatskanzlei und alle Fachressorts vertreten sind, unter Leitung des Ministeriums für Inneres und Sport;

Führungs- und Lagezentrale des Landespolizeipräsidiums;

Kontaktstellen des Landkreises Merzig-Wadern und des Landkreises Saarlouis.