KrimiTech – Stopp der grenzübergreifendenden KFZ-Kriminalität

28. November 2012 | Themenbereich: Kriminalität, Sachsen | Drucken

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit, der Bewilligung des binationalen Begleitausschusses und der Erstellung des Zuwendungsvertrages startete am

26. November 2012 in Görlitz das sächsisch-polnische EU-Projekt Krimitech – Stopp der grenzübergreifenden Kfz-Kriminalität/KrimiTech – Stop transgranicznej przest?pczo?ci samochodowej.

Der polnische Leadpartner bei diesem bis zum 30. Juni 2014 laufenden Projekt ist die Woiwodschaftskommandantur der Polizei in Wroc?aw (Komenda Wojewodzki Policji we Wroc?awiu – KWP Wroc?aw), Projektpartner ist das Landeskriminalamt Sachsen. Die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien sowie die Kreiskommandantur der Polizei in Zgorzelec (Komenda Powiatowy Policji w Zgorzelcu – KPP Zgorzelec) sind weitere am Projekt beteiligte Behörden.

Das Projekt KrimiTech soll das Vertrauen der Grenzbevölkerung in die Polizeien beider Länder stärken, die Effizienz der gemeinsamen polizeilichen Maßnahmen verbessern und damit die Effektivität bei der Bekämpfung der Kfz-Kriminalität steigern.

Die wichtigsten Ziele im Projekt KrimiTech

  • Nachhaltige Minimierung des Kfz-Diebstahls und der Kfz-Einbrüche durch sicherungstechnische und verhaltensorientierte Prävention
  • Langfristige Effektivierung der Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen
  • Dauerhafte Erhöhung der Aufklärungsquote
  • Vertrauen der Grenzbevölkerung in die Zusammenarbeit der niederschlesisch-sächsischen Polizei stärken
  • Stärkung des gegenseitigen Vertrauensverhältnisses in der polizeilichen Zusammenarbeit
  • Verbesserung der Effizienz gemeinsamer Maßnahmen
  • Maßnahmen der polizeilichen Prävention und Öffentlichkeitsarbeit
  • Beschaffung eines Informationsmobils für die Präventionsarbeit
  • Durchführung gemeinsamer Grenztouren mit dem Info-Mobil, polizeilicher Beratungen auf ausgewählten Parkplätzen in Grenznähe, auf Messen und Veranstaltungen
  • gemeinsame Streifen mit polizeilicher Beratung
  • Erarbeitung zweisprachiger Informationsbroschüren
  • Gemeinsame Internetpräsentation
  • Herausgabe gemeinsamer Presseinformationen
  • Beschaffung von Werbemitteln
  • Auftakt- und Abschlussveranstaltung

 

Maßnahmen der Umsetzung im Rahmen der polizeilichen Repression

Beschaffung von zwei Spezialfahrzeugen für die niederschlesische Polizei und eines für die sächsische Polizei zum Einsatz operativer Technik zur Fahndung und Beweissicherung

Beschaffung eines Spezialfahrzeugs für die sächsische Polizei zur Beweissicherung, Identifizierung und Feststellung von Manipulationen an entwendeten Fahrzeugen

Beschaffung kompatibler operativer Spezialtechnik für die niederschlesische Polizei zur Beweissicherung im Rahmen grenzüberschreitender Einsätze

Durchführung gegenseitiger Arbeitstreffen, Hospitationen und Fortbildungsmaßnahmen mit der neuen, kompatiblen Technik

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung bezüglich der öffentlichkeitswirksamen und präventiven Maßnahmen durch alle am Projekt beteiligten Partner fiel am 26. November 2012 im Patrizierhaus St. Jonathan in Görlitz, der offizielle Startschuss des sächsisch-polnischen EU-Projektes KrimiTech.

Teilnehmer von sächsischer Seite waren Führungskräfte des Landeskriminalamtes Sachsen, der Polizeipräsident der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien, Herr Conny Stiehl sowie weitere Behördenvertreter.

Die polnische Seite wurde vertreten durch den Woiwodschaftskommandanten der KWP Wroc?aw, nadinsp. dr Dariusz Biel, durch den stellvertretenden Woiwodschaftskommandanten, insp. Andrzej ?uczyszyn, den Kommandanten der Kreiskommandantur der Polizei in Zgorzelec, podinsp. Leszek Zagórski, sowie durch weitere Behördenvertreter.

Zahlen:

 

Die Gesamtkosten des Projektes: 1.064. 902,66 Euro

sächsischer Projektanteil: 692. 952,66 Euro

Anteil des polnischen Leadpartners: 371. 950,00 Euro

Durch die EU werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 85 Prozent (905.167,21 Euro) der Projektkosten bezuschusst.

 

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