Belastungen bei Fußballeinsätzen nehmen weiter zu

20. November 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die DPolG fordert eine verschärfte Gangart der Vereine und Verbände gegen Gewalttäter beim Fußball. Die jüngsten Statistiken bei Verletzten, gewaltbereiten Personen, Straftaten und Einsatzstunden der Polizei im Zusammenhang mit Fußballspielen zeigen nur in eine Richtung: Nach oben.

So stiegen nach Angaben der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) die Zahl der gewaltbereiten Personen auf über 11000, die Zahl der Strafverfahren um über 40% und die geleisteten Einsatzstunden der Polizei auf fast 1,9 Millionen.

Der Landesvorsitzende Thomas Kliewer: „Für uns ist die Grenze des Zumutbaren erreicht. Fast 1500 Polizisten sind bundesweit rechnerisch im Jahr nur mit Fußballeinsätzen beschäftigt. Wie jüngst das Spiel Hannover – Dresden zeigte, können manche Spiele nur durch massiven Kräfteeinsatz erst ermöglicht werden. Da muss sich viel ändern. Die friedlichen Fans müssen geschützt, aber Schläger und andere Chaoten konsequent verfolgt und bestraft werden. Kurze Strafverfahren, mehr Stadionverbote und das Streichen von Privilegien für Problemgruppen müssen mehr genutzt werden.“

Innenminister Schünemann erhöht nun den Druck: Entweder beteiligen sich die Verbände DFB und DFL mehr an der Präventionsarbeit oder sie bekommen Rechnungen für die Polizeieinsätze. „Prävention und konsequente Strafverfolgung müssen Hand in Hand gehen“, so Thomas Kliewer weiter. Insofern unterstützt die DPolG die Idee von Innenminister Schünemann.

Die DPolG fordert seit Jahren eine finanzielle Beteiligung an den Kosten der Fußballeinsätze. Thomas Kliewer: „Wir reden hier von 100 Millionen Euro pro Jahr für den Steuerzahler. Wenn sich die Verbände nicht rühren, sollte ein Teil dieser Kosten in Form einer Sicherheitsgebühr in Rechnung gestellt werden.“

 

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