Wesentlicher Beitrag für die öffentliche Sicherheit

19. November 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

„Das Nationale Waffenregister leistet einen unmittelbaren Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit in Deutschland. Es revolutioniert die Waffenverwaltung und vereinfacht damit die Kommunikation der Waffenbehörden untereinander grundlegend. Verwaltungsabläufe werden damit entbürokratisiert. Der Lebensweg einer erlaubnispflichtigen Waffe soll perspektivisch über den aktuellen Besitzer hinaus über etwaige Vorbesitzer bis hin zum Waffenhersteller oder Importeur lückenlos zurückzuverfolgen sein“, sagte Innenminister Uwe Schünemann.

Nach der europäischen Waffenrichtlinie sind alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis spätestens zum 31.12.2014 ein computergestütztes Waffenregister auf nationaler Ebene zu schaffen und stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Als Folge des schrecklichen Amoklaufs von Winnenden im Jahr 2009 hat der Bundesgesetzgeber geregelt, dass das Nationale Waffenregister (NWR) bereits bis Ende des Jahres 2012 und damit zwei Jahre vor Ablauf der in der EU-Waffenrichtlinie vorgesehenen Frist aufzubauen ist.

Mit der Errichtung des NWR werden die Voraussetzungen geschaffen, um die in den knapp 600 deutschen Waffenbehörden erfassten Informationen aufzubereiten und in eine zentrale computergestützte Datenbank zu überführen. Nutzer des NWR sind die Behörden des Bundes und der Länder, die mit dem Vollzug des Waffenrechts beauftragt sind. Daneben bietet das NWR aber auch den Polizeien von Bund und Ländern eine sichere Tatsachengrundlage für die polizeiliche Lagebeurteilung und die Bewältigung entsprechender Einsatzlagen.

„Nach dem aktuellen Kenntnisstand erfüllen alle 109 niedersächsischen Waffenbehörden die für die Anbindung notwendigen Voraussetzungen. Ich bin sehr froh, dass sich alle Verantwortungsträger der zuständigen Behörden in Niedersachsen beteiligen. Das ist ein deutliches und gleichzeitig ein erfreuliches Signal für ein Mehr an Sicherheit in Niedersachsen“, führte Innenminister Schünemann weiter aus.

Die 109 kommunalen niedersächsischen Waffenbehörden werden nach dem Zeitplan des Bundesministeriums des Innern zur erstmaligen Befüllung des NWR zwischen dem 19.11. und 02.12.2012 an das NWR angebunden.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.