Start des Nationalen Waffenregisters

19. November 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Schleswig-Holstein | Drucken

Schleswig-Holstein ist auf den Start des Nationalen Waffenregisters (NWR) zu Beginn des neuen Jahres gut vorbereitet. Wie Innenminister Andreas am Montag (19. November) in Kiel sagte, werden bis dahin alle Kreise und kreisfreien Städte die erforderlichen IT-technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen geschaffen haben. Die Mitarbeiter der schleswig-holsteinischen Waffenbehörden wurden in mehreren Informationsveranstaltungen auf die Einführung des NWR vorbereitet.

Im Bundesverwaltungsamt in Köln werden in einem elektronischen Register die Daten der Waffenbehörden aus den Ländern zentral zusammengeführt und ständig aktualisiert. Das NWR enthält alle wesentlichen Informationen über erlaubnispflichtige Schusswaffen: Wer besitzt seit wann welche Waffe, und von wem und wo wurde sie erworben? In einer weiteren Ausbaustufe wird es möglich sein, den Weg einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe bis hin zum Hersteller oder Importeur zurückzuverfolgen. „“Der Staat kennt keine Waffenruhe, wenn es um mehr Sicherheit geht““, sagte Breitner.

Das Nationale Waffenregister verbessere die öffentliche Sicherheit. Es erleichtere die Arbeit der Polizei. „“Die Beamten können künftig jederzeit online die erforderlichen Daten abfragen““, sagte der Minister. Öffnungszeiten der Waffenbehörden spielten keine Rolle mehr. Um eine polizeiliche Lage richtig einzuschätzen, sei es wichtig, rechtzeitig zu wissen, wer eine Waffe besitzt. Breitner sieht in dem zentralen computergestützten Register auch einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Waffenverwaltung.

Die Daten über Waffen und Personen werden bei derzeit bundesweit rund 550 Waffenbehörden verwaltet, die untereinander nicht vernetzt sind. Für eine Vernetzung müssten alle Waffenbehörden einheitliche Register führen. Doch selbst dann müsste die Polizei bei allen Behörden nachfragen, um etwa den Besitzer einer Fundwaffe zuordnen zu können. In Schleswig-Holstein gibt es rund 58.000 Waffenbesitzer mit insgesamt 219.000 erlaubnispflichtigen Schusswaffen.

 

 

 

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