Glücksspielsucht: SPD geht voran

19. November 2012 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Zu dem von der Berliner SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus geplanten Gesetzentwurf zur Reduzierung von so genannten „Café-Casinos“ erklären die Drogenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Angelika Graf und die zuständige Berichterstatterin Aydan Özoguz:

Die geplante Initiative der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zeigt, dass mit großem Engagement und Willen der Kampf gegen Glücksspielsucht vorangetrieben werden kann. Im Gegensatz zu Wirtschaftsminister Rösler, der mit seinem Entwurf zur Novelle der Spielverordnung nur die Interessen der Automatenlobby bedient und keinerlei Impulse in der Suchtprävention setzt, geht der Berliner Vorstoß in die richtige Richtung. Spielstätten, die sich als Gaststätten tarnen, sollen durch gezielte Kontrollen aufgedeckt werden.

Gerade in sozialen Brennpunkten vermehren sich diese „Café-Casinos“ in letzter Zeit dramatisch, dort wird die maximal erlaubte Anzahl von Automaten umgangen,an nicht genehmigten Automaten gespielt und die Regelungen  zum Jugendschutz werden oftmals außer Acht gelassen.Der Ankündigung, die Zahl der Geldspielautomaten in gastronomischen Einrichtungen reduzieren zu wollen,hat die Bundesregierung bisher keine Taten folgen lassen.

Zuletzt verwiesen Sachverständige in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses zum Antrag „Glücksspielsucht bekämpfen“ der SPD-Bundestagsfraktion auf die besonders starke Suchtgefahr, die von Geldspielautomaten ausgeht.