Regierungsfraktionen wollen Entlastung für die Polizei

16. November 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

In langen und intensiven Verhandlungen ist es der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gelungen, die Regierungsfraktionen davon zu überzeugen, Polizistinnen und Polizisten zumindest teilweise von den Belastungen ihres Dienstes zu entlasten. Dies ist ein Erfolg guter und hartnäckiger Gewerkschaftsarbeit.

Edith Sitzmann (Grüne) und Claus Schmiedel (SPD) haben sich darauf geeinigt, Polizistinnen und Polizisten über 55 Jahre im stark belastenden Wechselschichtdienst mehr Zeit zur Regeneration zugestehen. Innenminister Reinhold Gall wird hierzu die erforderlichen Grundlagen schaffen.

Damit wird einer Uraltforderung der GdP Rechnung getragen, so Rüdiger Seidenspinner, Landesvorsitzender der GdP, der als einer der ersten von der Änderung erfahren hat. Gerade unsere lebensälteren Kolleginnen und Kollegen im Schichtdienst leiden unter den enormen physischen und psychischen Belastungen.

Dass Schichtdienst krank macht, ist wissenschaftlich erwiesen. Insbesondere Nachtdienste belasten den Organismus. Genauso erwiesen ist, dass diese Belastungen mit zunehmendem Alter überproportional ansteigen.

„In der Vergangenheit wurde weder dieser Erkenntnis Rechnung getragen“, so der GdP-Chef, „noch wurden die notwendigen personellen Voraussetzungen geschaffen. Nun ist endlich ist ein Umdenken zu erkennen und ein spürbarer Beitrag zur Gesunderhaltung von unseren Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich ihre Gesundheit riskieren, zu erwarten“.

Seidenspinner weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen scheinen endlich einen gerechten Ausgleich für jahrelange Belastungen zu erhalten“.

1 Kommentar
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  1. Regierungsfraktion? (Grün/Rot)
    Ich dachte gerade „Schwarz/Geld“ wären gerade am Ruder … und mal ehrlich, in Brandenburg entlassen sie (die „Regierungsfraktion“, zumindest die Rote Seite) die Beamten, als ob es morgen keine Verbrechen mehr gäbe …
    Entlastung … klingt wie ein Wahlversprecher!
    Sind nicht bald Wahlen?
    … ach soooo Baden-Württemberg!
    Die gleiche Regierung, die das Stuttgart21 Projekt in das mürbe Gestein setzen wird, wie die Berliner Landesregierung den Flughafen BER?
    Klar doch, die Tunnelröhren sind für die Signalanlagen zu klein und müssen vergrößert werden … das pusht das Projekt mal kurz von 5 auf 10-15 Milliarden hoch!
    … aber wen interessiert das?

    Klar, wenn sie die die Beamten entlassen, entlasten sie die die Staats-/Länderkassen, so bleibt mehr für die Pensionen der Politiker … „Die Rente ist Sicher!“ oder die Finanzierung von S21 …
    Solange Rot/Grün nix getan haben, würde ich nicht auf deren Wortschöpfungen hören, siehe Brandenburg ( http://www.cop2cop.de/2012/11/13/in-der-polizei-des-landes-brandenburg-brodelt-es/#comment-18154 ) … und wenn sie etwas zu Sagen, heißt es noch lange nicht, das diese Politiker auch die Entscheidungsgewalt inne haben, um ihre Versprecher in die Tat umzusetzen!

    Wieviele Wahlversprecher wurden denn gehalten?
    Komisch, dass das mal einer Hinterfragt, nicht?
    Solange die Parteien sich nur um ihre eigenen Machtverhältnisse kümmern und nicht um das Wohl des Volkes, würde ich als „Gewerkschaft der Polizei (GdP)“ noch nicht Jubeln!
    Erst wenn die Verhandlungsergebnisse umgesetzt werden, dann ist es Zeit für den Sekt, um den Erfolg zu feiern!

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