Berufsstart beginnt mit einem Versprechen

16. November 2012 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Polizei | Drucken

Die Landespolizei bietet auch in diesem Jahr jungen Leuten eine berufliche Perspektive.

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier nahm heute in feierlichem Rahmen in der St. Georgenkirche in Wismar 153 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern den Diensteid ab.

„Die Leistung des Eides soll Ihnen besonders die Verantwortung, die Sie nun übernehmen, bewusst machen“, sagte Innenminister Caffier in seinem Grußwort zu den 43 jungen Frauen und 110 Männern.

„Der Eid, den Sie heute leisten, ist elementarer Bestandteil des Beamtenverhältnisses. Sie versprechen damit vor aller Öffentlichkeit, dass Sie in besonderer Weise für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintreten und für die Einhaltung von Recht und Gesetz sorgen werden.“

Die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger setzten sich im Auswahlverfahren gegen insgesamt 1.568 Bewerberinnen und Bewerber durch. Sie absolvieren nun eine Ausbildung bzw. Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow. 83 Polizeianwärter (21 Frauen und 62 Männer) werden innerhalb von zwei Jahren in der Laufbahngruppe 1, den ehemaligen mittleren Polizeivollzugsdienst, ausgebildet. 66 künftige Polizeibeamte (21 Frauen und 45 Männer) bereiten sich auf ein dreijähriges Bachelor-Studium in der Laufbahngruppe 2, dem ehemaligen gehobenen Dienst, vor.

Der sogenannte Bolognaprozess, also die Anpassung des Hochschulsystems an einheitliche europäische Standards, hatte auch Auswirkungen auf die Ausbildung in der Landespolizei an der Fachhochschule in Güstrow. Der Studiengang „Bachelor of Arts“ wird mittlerweile sowohl für das reguläre als auch für das Aufstiegsstudium in die Laufbahngruppe 2 angeboten. Beide Studiengänge sind insbesondere durch die interdisziplinäre Ausrichtung der Lehre und einen hohen Praxisbezug, am Anforderungsprofil ausgerichteten Kompetenzerwerb und die Hinwendung zum lebenslangen Lernen gekennzeichnet.

Mit den vielseitigen Möglichkeiten jedes Polizeibeamten während seiner Dienstzeit über die jeweiligen Studienangebote bis in die Spitzenämter der Landespolizei aufzusteigen, hat sich auch das Personal in seiner qualitativen Entwicklung geändert.

Lag der Anteil des ehemaligen gehobenen Polizeivollzugdienstes im Jahr 2000 noch bei 30,3 % befindet sich gegenwärtig ca. 45,7% des Personals der Landespolizei in der Laufbahngruppe 2 1. Einstiegsamt (ehem. gehobener Dienst).

Die Ausbildungs- und Bewerbersituation wird nicht nur von der demografischen Entwicklung abhängen, sondern auch davon, wie die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren verlaufen wird. Gegenwärtig haben wir noch deutlich mehr Bewerber für eine Ausbildung in der Landespolizei als Ausbildungsstellen.

Im Jahr 2010 konnten von 2.272 Bewerberinnen und Bewerber insgesamt 105 Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden. Im Jahr 2011 kamen auf 133 Stellen insgesamt 2.005 Bewerber.

„Das Problem, trotz schwächerer Geburtenjahrgänge künftig geeigneten Nachwuchs für die Landespolizei zu gewinnen, ist zwar aktuell noch nicht akut, es wird uns aber längerfristig in drei/vier Jahren erreichen“, sagt Innenminister Caffier. „Darauf bereiten wir uns vor. Klar ist aber auch, dass wir keine Abstriche bei den hohen Anforderungen für die Einstellungstests in die Landespolizei machen werden, denn der Polizeiberuf ist ein sowohl körperlich als auch fachlich sehr anspruchsvoller Beruf.“

Abschließend wünschte der Innenminister allen Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern viel Erfolg für die private und berufliche Zukunft.

 

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