Anschluss der Waffenbehörden aus dem Land an das Nationale Waffenregister

16. November 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

„Die Waffenbehörden in Baden-Württemberg haben mit der erfolgreichen Übertragung ihres Datenbestands in die zentrale Datei einen Meilenstein zur Errichtung eines Nationalen Waffenregisters gesetzt und das Startsignal für die operative Umsetzung gegeben.“ Darauf hat Innenminister Reinhold Gall in Stuttgart hingewiesen.

Die 148 örtlichen Waffenbehörden aus dem Land hätten ihren Datenbestand in der Zeit vom 22. Oktober bis 9. November 2012 in die zentrale Datei beim Bundesverwaltungsamt in Köln übertragen. Damit habe der operative Aufbau des Nationalen Waffenregisters begonnen. Die Datenübermittlungen der Waffenbehörden der anderen Länder würden sich daran anschließen und sollten bis Ende 2012 abgeschlossen werden.

„Nach Abschluss der Datenübertragungen an das Bundesverwaltungsamt werden wir erstmals verlässliche Zahlen über den legalen Waffenbesitz in Deutschland erhalten“, so Gall. In dem Register seien bundesweit insbesondere die Daten der erlaubnispflichtigen Schusswaffen sowie der Erwerber und Besitzer dieser Waffen zentral zu erfassen und auf aktuellem Stand zu halten. Bisher würden diese Daten nur dezentral bei bundesweit rund 550 Waffenbehörden gespeichert. Die Behörden seien nicht untereinander vernetzt, würden bisher unterschiedliche Software nutzen und die Daten auf verschiedene Art und Weise dokumentieren. Recherchen der Waffenbehörden und der Polizei nach einzelnen Waffen oder Waffenbesitzern seien deshalb nahezu aussichtslos und ausgeschlossen. Mit der umfangreichen Vorbereitung des Projekts sei eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesministeriums des Innern und des Innenministeriums Baden-Württemberg beauftragt worden. „Die Arbeitsgruppe hat ein hervorragendes Produkt entwickelt. Das Konzept wecke bereits jetzt die Aufmerksamkeit in anderen europäischen Ländern“, lobte Gall.

Besonderes Gewicht sei auch auf den Datenschutz gelegt worden. Alle Waffenbehörden hätten aufgrund des hohen Sicherheitsstandards in diesem Bereich ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept erstellen müssen, um einen unbefugten Zugriff auf die Daten zu verhindern. Ohne Nachweis einer ausreichenden Datensicherheit könne keine Waffenbehörde an das Nationale Waffenregister angebunden werden.

Weitere Informationen:

Bund und Länder hatten sich nach dem verheerenden Amoklauf in Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 darauf verständigt, bis Ende 2012 ein Nationales Waffenregister zu errichten. Das Register soll nach seiner vollständigen Errichtung ab 1. Januar 2013 zu einer spürbaren Modernisierung der Waffenverwaltung bei Bund und Ländern führen. Die Verwaltungsabläufe in diesem sicherheitsrelevanten Bereich sollen effizienter werden.

 

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

 

 

4 Kommentare
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  1. Der letzte Absatz ist unpassend und komplett daneben, wie bereits immer wieder festgestellt so sind die Legalwaffen garkein Problem! eine permanente Amnestie Regelung gehört daher um die illegalen Waffen zumindest zum teil aus dem Verkehr zu ziehen, die Legalwaffenbesitzer sind die rechtlich vorbildlichsten Bürger Deutschlands (selbst durch die Behörden nachgeprüft)!

  2. Wann werden die endlich begreifen, dass das Nationale Waffenregister nichts mit dem tragischen Amoklauf von Winnenden zu tun hat, noch ist es daraus entstanden.

    Das Nationale Waffenregister ist und bleibt eine Forderung der EU.
    Das einzige, was die Deutschen hier gemacht haben, ist es zu beschleunigen.

    Allerdings ist das Waffenregister nicht dazu geeignet, die innere Sicherheit zu erhöhen, sondern nur dazu geeignet, rechtstreuen und mehrfach überprüften Bürgern die Waffen abzunehmen.
    Die vielen Millionen, unregistrierten Waffen der Kriminellen, sind hier nicht aufgeführt und werden es auch nicht sein.

    Wir leben jetzt schon in einer Zeit, in der wegen jedem kleinen Pups sofort ein SEK Kommando anrückt. Wegen jedem umgefallenen Sack Reis wird sofort die Polizei gerufen.

    Das ist und kann für eine Gesellschaft nicht lange Gesund sein.

  3. Das Nationale Waffenregister ist Mumpitz. Illegalen Waffen kann man auch mit diesem Instrument keinen Einhalt bieten, es sei denn, die Gewaltverbrecher machen mit und lassen ihre AKs, Makarovs und Tokarevs auch registrieren. Winnenden scheint mittlerweile der Freibrief für jede haarsträubende Gesetzesänderung zu sein und ich sehe uns nur noch wenige Schritte vor einer weiteren Diktatur, denn eines haben alle Diktaturen gemein: die Entwaffnung der unbescholtenen Bürger unter dem Vorwand der Sicherheit. Bis heute mussten wegen solch drastischer Maßnahmen Millionen von Zivilisten sterben und der BILD lesende Pöbel hat immer noch nicht kapiert, dass nicht Sportschützen oder Jäger, sondern Gewaltverbrecher das Problem sind, aber die Medien machen da – hart an der Grenze zur Volksverhetzung – aus Gründen der Umsatzsteigerung keinen klaren Unterschied. Jeder Polizist kann aus Erfahrung bestätigen, dass nicht die Legalwaffenbesitzer das Problem sind, sondern die Kriminellen und ihr Waffenarsenal welches das der legal besessenen Waffen um ein Zwei- bis Dreifaches übersteigt (genaue Zahlen hat man nicht, es gibt ja kein Nationales „Illegalwaffenregister“). Man legt der Polizei Steine in den Weg um radikalen Steinewerfern einen angenehmen ersten Mai zu ermöglichen, hebelt aber unbescholtenen und rechtstreuen Bürgern das Grundgesetz aus um den Forderungen von hysterischen Verbotsfetischisten gerecht zu werden – ist DAS noch Demokratie? Ich zweifle stark daran.

  4. Wie vielfältig sich Registrierungen verwenden lassen haben die braunen Sozialisten damals schon aufgezeigt. Nachdem auch das Grundgesetz für Waffenbesitzer bereits partiell ausser Kraft gesetzt wurde (Unanbartastkeit der Wohnung), fehlen jetzt nur noch die entsprechenden W-Tätowierungen an den Unterarmen und die passenden Graffities an ihren Häusern. So langsam wird´s mir richtig unwohl hier.

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