Altersdurchschnitt bei der Bayerischen Polizei

16. November 2012 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

„Die Bayerische Polizei ist personell gut aufgestellt“, hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in München betont. „Das gilt für die Stellenzahl und Qualifikation der Polizistinnen und Polizisten im Freistaat genauso, wie für die Altersstruktur.“ So liegt der Altersdurchschnitt aller Angehörigen des Polizeivollzugsdienstes inklusive der Beamten in Ausbildung bei 40,2 Jahren. Mit Blick auf die unterschiedlichen Altersstrukturen zwischen Dienststellen in Ballungsräumen und im ländlichen Raum sagte Herrmann: „Es ist doch völlig klar und nachvollziehbar, dass früher oder später die Kolleginnen und Kollegen bei ihren Heimatdienststellen Dienst leisten wollen. Das zu respektieren ist Zeichen unserer sozialverträglichen Personalpolitik.“ Dabei machte Herrmann deutlich, dass auch ältere Polizistinnen und Polizisten hervorragende Arbeit leisten und sich insbesondere durch einen hohen Erfahrungsschatz auszeichnen.

Der aktuelle Altersdurchschnitt bei den Polizeipräsidien ist wie folgt:

PP Oberbayern Nord: 41,6 Jahre

PP Oberbayern Süd: 44,8 Jahre

PP München: 37,6 Jahre

PP Niederbayern: 45,9 Jahre

PP Oberpfalz: 46,7 Jahre

PP Oberfranken: 45,5 Jahre

PP Mittelfranken: 41,8 Jahre

PP Unterfranken: 44,6 Jahre

PP Schwaben Nord: 44,8 Jahre

PP Schwaben Süd/West: 43,0 Jahre

Landeskriminalamt: 45,7 Jahre

Bereitschaftspolizei: 29,0 Jahre

Gesamt: 40,2 Jahre

 

Der Altersdurchschnitt bei der Kriminalpolizei ist mit 46,3 Jahren höher, als im Landesdurchschnitt. „Das liegt daran, dass hier aufgrund der besonderen Anforderungen kriminalpolizeilicher Ermittlungsarbeit ein hoher Anteil an erfahrenen Beamtinnen und Beamten mit absolviertem Studium an der Polizeifachhochschule tätig ist“, so Herrmann. Als Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der Kriminalpolizei nannte der Innenminister die hohe Zahl an aufgeklärten Straftaten im Freistaat: „Mit einer Aufklärungsquote von rund 64 Prozent haben wir einen Spitzenplatz in Deutschland.“

Herrmann hob auch hervor, dass mit den 2009, 2010 und 2011 geschaffenen 1.750 neuen Stellen sowie den 2012 geschaffenen 340 zusätzlichen Ausbildungsstellen seit 2009 insgesamt über 5.300 Nachwuchskräfte bei der Bayerischen Polizei eingestellt werden konnten. Herrmann weiter: „Nachdem wir heuer 1.200 Nachwuchsbeamte den Polizeidienststellen vor Ort zuweisen können und gleichzeitig etwa 730 Polizeibeamte in Pension gehen, haben wir netto 470 Mitarbeiter mehr im ganzen Land.“ Zudem verwies der Innenminister auf weitere 840 zusätzliche Ausbildungsstellen im Doppelhaushalt 2013/2014: „Damit haben wir auch für die höhere Zahl der Ruhestände in den Jahren 2017 und 2018 vorgesorgt und genügend gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten. Die Pensionierung starker Polizeijahrgänge in den nächsten Jahren und die zahlenmäßig noch stärkeren jungen Jahrgänge werden bis 2020 den Altersdurchschnitt der Bayerischen Polizei merklich senken.“

 

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