Neues Streifenboot „Schwansen“ in Dienst gestellt

12. November 2012 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

Die Modernisierung des Bootsparks der Wasserschutzpolizei des Landes Schleswig-Holstein geht zügig voran. Am Montag (12. November) wurde in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) das zwölfte von insgesamt 15 Booten offiziell in Dienst gestellt. Die „Schwansen“, ein Streifenboot, 13 Meter lang und dreieinhalb Meter breit, wird vom Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel aus für die Sicherheit in der Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal sorgen. Über 33.000 Schiffe mit 98 Millionen Tonnen Ladung fuhren im vergangenen Jahr durch den Kanal und rund 67.000 Schiffsbewegungen wurden auf der Elbe registriert.

„“Die Wasserschutzpolizei muss in Brunsbüttel rund um die Uhr einsatzbereit sein““, sagte Innenstaatssekretär Bernd Küpperbusch bei der Taufe der Schwansen, deren Besatzung auch die Brunsbütteler Häfen mit Elbe- und Ölhafen sowie den Landeshafen in Ostermoor im Auge behalten muss. Dazu kümmern sich die Beamten des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel auch um Sportboote und Yachten, die ihre Heimathäfen in der Region haben oder den Kanal als Transit zu den Segelrevieren in der Ostsee nutzen. „“Die Mischung aus Berufs- und Freizeitschifffahrt mit hohem Verkehrsaufkommen macht eine moderne und schlagkräftige Wasserschutzpolizei unentbehrlich““, sagte Küpperbusch.

Die Wasserschutzpolizei ist neben der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten sowie der klassischen Gefahrenabwehr insbesondere für den schifffahrtspolizeilichen Vollzug zuständig. Dabei geht es im Wesentlichen um Maßnahmen zur Abwehr konkreter Gefahren in der Schifffahrt, Schiffskontrollen in Bezug auf Ausrüstung, Besatzung, Ladung, Umweltschutz und Verkehrsvorschriften sowie Ursachenermittlungen bei Schiffsunfällen.

Die „Schwansen“ wurde nach einer europaweiten Ausschreibung auf der finnischen Werft Marine Alutech in Teijo für insgesamt 576.000 Euro gebaut. Das Boot ist vom Typ Watercat 1200 Patrol, es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 28 Knoten und hat eine stabile Aluminiumbauweise. Die Wasserschutzpolizei bekommt bis 2013 insgesamt 15 neue Boote: Vier Küstenboote, zwei Streckenboote und neun Streifenboote. Das Land stellt dafür rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Küsten- und Streckenboote sowie fünf Streifenboote wurden bereits zwischen 2004 und 2012 gebaut und versehen seither ihren Dienst von Kiel, Husum, Kappeln, Heiligenhafen, Flensburg und Travemünde aus. „“Ein Bootskonzept dieser Größenordnung ist für eine Landespolizei bundesweit bislang einmalig““, sagte Küpperbusch. Hinzu komme die Ersatzbeschaffung für die „Helgoland“. Für dieses neue Küstenboot, das außerhalb des Bootskonzepts beschafft wird, sind nach Angaben des Staatssekretärs im Haushaltsentwurf der Landeregierung rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt.

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