150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kahla

12. November 2012 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Thüringen | Drucken

Thüringens Innenstaatssekretär Bernhard Rieder nimmt am Sonnabend (10. November 2012) im Rathaus der Stadt Kahla an der Festveranstaltung anlässlich des 150 jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Kahla teil. An diesem Tag werden auch mehrere Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr mit dem 1992 von der Ministerpräsidentin gestifteten Ehrenabzeichen für langjährige Dienste in der Feuerwehr geehrt.

Die Freiwillige Feuerwehr Kahla ist die südlichste der sechs Stützpunktfeuerwehren im Saale-Holzland-Kreis. Neben der Gewährleistung eines vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes für die Stadt Kahla unterstützt sie die Feuerwehren der 20 Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“. In dem Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Kahla leben rund 20.000 Menschen. Der vom Stadtbrandmeister Ralf Sommer geführten Stützpunktfeuerwehr gehören rund 70 Mitglieder an. Im Jahr 2011 fuhr die Feuerwehr 94 Einsätze. Diese reichten von Brand- über Hilfeleistungseinsätze bis hin zur Absicherung von Veranstaltungen. Einsatzschwerpunkte waren die Bundesautobahn A4 und die Bundesstraße 88. Nach der Fertigstellung des 3.000 m langen Jagdbergtunnels voraussichtlich Mitte des Jahres 2014 ist die Freiwillige Feuerwehr Kahla für diesen Abschnitt im Einsatzkonzept fest eingeplant und soll dann mit zusätzlicher tunnelspezifischer Erstausstattung ausgerüstet werden.

In den Jahren 1991 bis 2005 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Kahla Zuwendungen von insgesamt 812.573 Euro. Diese Mittel wurden u. a. benötigt zum Kauf von Gefahrgutgerätewagen, von Funktechnik, einer Drehleiter und eines Tanklöschfahrzeuges. Die Feuerwehren des Landkreises Saale-Holzland wurden vom Freistaat bis einschließlich 2011 mit Zuwendungen in Höhe von 10.745.512 Euro finanziell unterstützt.

Der Feuerlöschdienst wurde bis zum Jahre 1850 von den Zünften getragen. Mit der Festigung des Freien Bürgertums bildeten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert überall in Deutschland Feuerwehren, die die bisherigen Aufgaben der Zünfte nun auf freiwilliger, demokratischer Grundlage ausübten. 1841 wurde in Meißen ein „freiwilliges Lösch- und Rettungscorps“ errichtet, welches heute als erste Freiwillige Feuerwehr angesehen wird.

Retten-Löschen-Bergen – der Wahlspruch aller Feuerwehrleute. Rund um die Uhr stehen Kameradinnen und Kameraden bereit um Menschen in Not zu helfen. Sie retten Leben und setzen sich dabei selbst nicht unerheblichen Gefahren aus. Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sind seit jeher Aufgabe der dem Gemeinwohl verpflichteten Kommunen.

 

 

 

 

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