Ernüchternde Bilanz der Zweiradkontrollen 2012

9. November 2012 | Themenbereich: Saarland, Verkehr | Drucken

Immer noch tragen die motorisierten Zweiradfahrer einen großen Teil zum Unfallgeschehen bei. Aus diesem Grund standen sie auch in diesem Jahr wieder im Fokus der polizeilichen Verkehrskontrollen.

Seit Beginn der Motorradsaison im April kontrollierten die Beamten der Zentralen Ver-kehrspolizeilichen Dienste des Landespolizeipräsidiums in 34 über das ganze Land verteilten Sondereinsätzen 550 Motorradfahrer.

Dabei fällt die Bilanz ernüchternd aus: Bei fast jeder Kontrolle war entweder beim Fah-rer oder an der Maschine etwas zu bemängeln.

Mit 234 von insgesamt 376 festgestellten Straftaten stellte das Fahren ohne Fahrer-laubnis das häufigste Fehlverhalten dar. Meist war wegen einer technischen Manipulation, vor allem bei Mofas und Motorrollern, eine höhere Fahrerlaubnisklasse für das geführte Fahrzeug erforderlich.

Daneben waren Strafanzeigen wegen Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol (38 Fälle) und Drogen (14 Fälle) stark vertreten. Bei weiteren 20 kontrollierten Fahrern lag die alkoholische Beeinflussung noch im Bereich einer Ordnungswidrigkeit.

45 Führerscheine behielten die Polizeibeamten gleich vor Ort ein.

Auch Urkundenfälschungen (5 Fälle) und Verstöße gegen die Versicherungspflicht

(51 Fälle) wurden festgestellt.

Bei den Kontrollen wurden neben den strafrechtlich relevanten Verstößen 332 Ord-nungswidrigkeiten festgestellt, meist als Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit (187 Fälle) und Verstößen gegen technische Vorschriften. 170 Krafträder wurden zur Überprüfung der Verkehrssicherheit durch einen Gutachter sichergestellt.

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