EU-Projekt für länderübergreifende Arbeit mit Straftätern

8. November 2012 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Es ist ein großer Erfolg für Mecklenburg-Vorpommern, dass wir ein Europa-Programm zur Strafjustiz initiieren konnten“, sagte Justizministerin Uta-Maria Kuder auf der Landespressekonferenz, als sie das Projekt „Justice Cooperation Network“ vorstellte. Ziel seien EU-weite Strategien, wie Hoch-Risiko-Straftäter nach verbüßter Strafe zurück in die Gesellschaft integriert werden können.

Das Justizministerium hatte sich mit den Justizministerien aus Estland und Finnland, der staatlichen Bewährungshilfe aus Irland, einem Bildungsträger aus Italien und der Universität Greifswald gemeinsam um EU-Fördermittel des Programms „Strafjustiz“ beworben und hat September 2012 den Zuschlag erhalten. Allein nach Mecklenburg-Vorpommern fließen für die Projektdauer über 24 Monate fast 650.000 Euro Fördermittel von der EU.

Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Das Projekt schließt sich nahtlos an internationale Konferenzen in Binz an, auf denen in den Jahren 2009 und 2011 über ambulante Kontrollsysteme sowie Risikomanagement gesprochen wurde. Seitdem ist die Straffälligenarbeit im Justizvollzug sowie in der Führungsaufsicht und der Bewährungshilfe in Mecklenburg-Vorpommern immer auf den Prüfstand gestellt und weiter entwickelt worden. Mit dem neuen EU-Projekt, das am 1. November 2012 gestartet wurde, wollen alle Partnerländer den bisherigen Umgang mit Hoch-Risiko-Straftätern vergleichen. Ich hoffe, dass wir auf dem geplanten Symposium im Mai 2014 in Rostock ein gemeinsames Gesamt-Konzept entwickeln können, das Pilotcharakter für Deutschland und Europa hat“, sagte Justizministerin Kuder.

 

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