Digital abgehängt? Verkehrspolizei 2020

2. November 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Computer sind längst ein selbstverständlicher Bestandteil moderner Kraftfahrzeuge geworden. Digitale Technik dominiert längst die Fehleranalyse in den Kfz-Werkstätten. Selbst in Mittelklasse-Pkw sind komplexe Fahrerassistenzsysteme, die bei Gefahr die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen, auf dem Vormarsch. Bei der polizeilichen Verkehrsüberwachung und bei der Unfallaufnahme setzten sich digitale Techniken dagegen erst langsam durch. Auf ihrem Verkehrsforum am 19. November in Düsseldorf wird die GdP deshalb der Frage nachgehen, ob Ausstattung, Arbeitsweisen und rechtliche Rahmenbedingungen der polizeilichen Verkehrsüberwachung und der Unfallaufnahme mit der Digitalisierung der Autos noch Schritt halten.

In dem Forum soll zudem geklärt werden, was der Einsatz von aktiven Fahrerassistenzsystemen für die Verantwortung des Fahrzeugführers bedeutet? Welche Möglichkeiten digitale Spuren zur Rekonstruktion eines Verkehrsunfalls bieten? Und welches Potenzial neue Verfahren zur Verkehrsüberwachung wie die digitale Abschnittskontrolle zur Geschwindigkeitsüberwachung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bieten?

Referenten des eintägigen Verkehrsforums sind Franz Josef Arentz, Spurensicherungsexperte im Polizeipräsidium Aachen, Welf Stankowitz, Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat, Prof. Dr. Egon Stephan, Verkehrspsychologe an der Universität Köln, Richard Bronswijk, Verkehrsexperte des Nederlandse Politiebond und die beiden GdP-Vorstandsmitglieder Arnold Plickert und Michael Mertens.