Auszeichnung für hessischen Polizisten in Masar-e-Sharif

31. Oktober 2012 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Innenminister Boris Rhein ließ es sich nicht nehmen, in Masar-e-Sharif, Andreas Manthey vom Polizeipräsidium Westhessen persönlich mit der Afghanistan-Spange in Gold zu ehren. Der 57-jährige Polizeioberkommissar erhält diese Auszeichnung für seinen insgesamt mehr als 19 monatigen Einsatz in Afghanistan. Damit würdigt der Innenminister stellvertretend für die Bundesrepublik Deutschland seine Leistungen in besonderem Maße.

„Andreas Manthey ist einer von insgesamt 60 hessischen Polizeiberaterinnen und -beratern, die seit neun Jahren freiwillig nach Afghanistan gehen, um einen wertvollen Beitrag zum Aufbau ziviler Sicherheitsstrukturen zu leisten. Ich bin stolz darauf, dass unsere Polizistinnen und Polizisten in ihrem Engagement nicht nachlassen und auch künftig weiter entscheidend zum Aufbau einer rechtsstaatlichen afghanischen Polizei beitragen“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Seit Montag besuchte der Innenminister neben dem nordafghanischen Masar-e-Sharif auch hessische Polizisten in Kunduz. Insgesamt sind derzeit acht hessische Polizistinnen und Polizisten in Afghanistan im Einsatz. Während der vergangenen Tage führte Innenminister Boris Rhein zahlreiche Gespräche, auch mit politischen und militärischen Entscheidungsträgern. Letztlich fasst er seine Eindrücke wie folgt zusammen: „Es war eine richtige Entscheidung, dass ich mir vor Ort ein eigenes Bild von der Situation und dem Fortschritt des Aufbaus der Afghanischen Polizei gemacht habe. Ich verstehe jetzt aus eigener Anschauung, wie wichtig es ist, dass sich Hessen auch künftig der Verantwortung stellt und hier seinen Teil beim Aufbau stabiler Strukturen beiträgt. Wer möchte, dass in Afghanistan eine rechtsstaatliche Polizei entsteht und arbeitet, der lässt sie am besten durch eine Polizei ausbilden, die diesen Zielen verpflichtet ist und das ist die deutsche Polizei in besonderem Maße“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Großen Wert legte der Minister während der vergangenen Tage insbesondere auf die persönlichen Gespräche und Berichte der hessischen Polizistinnen und Polizisten. „Für ihre bewiesene Bereitschaft, in den Krisenregionen dieser Welt Verantwortung zu übernehmen, möchte ich allen hessischen Polizistinnen und Polizisten in Auslandsmissionen meinen herzlichen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Sie leisten fern der Heimat hervorragende Arbeit in einem schwierigen Umfeld unter erhöhter Belastung für die Beamtinnen und Beamten selbst und ihre Familien. Das, was ich in vielen Einzelgesprächen gehört habe, bestärkt mich in meiner Auffassung, dass die Auslandseinsätze in Afghanistan – trotz der hohen Gefährdung – äußerst beliebt sind. Eine weitere wichtige positive Erkenntnis meiner Afghanistanreise ist, dass sich unsere Beamtinnen und Beamten gut betreut und sozial gut abgesichert sehen“, erklärte Innenminister Boris Rhein kurz vor dem Abflug aus Afghanistan.

Alle hessischen Polizistinnen und Polizisten sind freiwillig im Ausland und können jederzeit und ohne Angabe von Gründen von der Mission nach Hause zurückkehren. Zudem existieren umfassende Regelungen zur sozialen Absicherung. Für den Fall eines Unfalls beispielsweise greift das Hessische Beamtenversorgungsgesetz wie bei einem Dienstunfall im Inland. Sollte die private Lebensversicherung im Schadensfall die Auszahlung mit dem Hinweis auf die sogenannte Kriegsklausel verweigern, besteht auch dann keine Versorgungslücke. Der Dienstherr tritt bei Vorliegen eines entsprechenden Lebensversicherungsvertrags in die persönliche Fürsorge des Beamten ein.

Am Donnerstag setzt Innenminister Boris Rhein seine Inspektionsreise fort und besucht die vier derzeit im Kosovo eingesetzten hessischen Polizeibeamten.

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