Bundesweiter „Tag des Einbruchschutzes“

29. Oktober 2012 | Themenbereich: Prävention, Sachsen | Drucken

Am 28. Oktober 2012 dand bundesweit erstmals der „Tag des Einbruchsschutzes“ statt. Er ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „K-Einbruch“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zum Schutz gegen Wohnungseinbruch.

„Auch Sachsen wird sich an dieser Kampagne aktiv beteiligen“, so Sachsens Innenminister Markus Ulbig, „denn auch im Freistaat ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um rund acht Prozent gestiegen. Mit der Kampagne und insbesondere dem ‚Tag des Einbruchsschutzes‘ möchten wir unsere Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisieren, um die Zahl der Einbrüche zu reduzieren und die Schäden zu minimieren.“

In den vergangenen Jahren verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik bundesweit steigende Fallzahlen beim Wohnungseinbruchdiebstahl. So wird durchschnittlich alle vier Minuten in Deutschland eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen. Im Jahr 2011 stiegen die Fallzahlen von Wohnungseinbruchsdiebstahl bundesweit erneut an – in Deutschland wurden 132 595 Fälle erfasst. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 9,2 Prozent.

Für den Freistaat Sachsen weist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2011 insgesamt 3 467 Wohnungseinbrüche auf, was einer Steigerung von rund 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 entspricht.

Vielfach werden die Gefahren unterschätzt und der Einbruchschutz wird vernachlässigt. Die dadurch verursachten Schäden umfassen bundesweit jährlich mehrere hundert Millionen Euro. Allein in Sachsen wurde im vergangenen Jahr Diebesgut in Höhe von 6,15 Millionen Euro aus Wohnungen entwendet.

Mehr als jeder dritte Einbruch bleibt im Versuch stecken, scheitert an sinnvoll angewendeter Sicherungstechnik oder an aufmerksamen Nachbarn. Die Untersuchungen der Begehungsweisen zeigen, dass fast zwei Drittel aller Einbrüche durch das Aufhebeln von Türen und Fenstern erfolgt und den Tätern in diesen Fällen kein nennenswerter mechanischer Widerstand entgegengesetzt wird.

Mit Hilfe von starken Partnern aus Politik und Wirtschaft sollen Lösungs- und Orientierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dreh- und Angelpunkt der Initiative ist die Webseite www.k-einbruch.de. Schirmherr ist der Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, der im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. Oktober 2012 in Berlin die Webseite www.k-einbruch.de symbolisch freigeschaltet hat.

Neben der Initiierung des „Tag des Einbruchschutzes“, welcher eine zentrale Rolle innerhalb der Initiative einnimmt, werden auch Plakat- und Anzeigenaktionen mit spezifischen Motiven getätigt.

Der Tag wird ab diesem Jahr immer am letzten Sonntag im Oktober stattfinden. An dem Tag werden die Uhren von der Sommerzeit auf Normalzeit umgestellt. Die dadurch gewonnene zusätzliche Stunde soll symbolisch dafür genutzt werden, sich über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.

 

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