Verkehrssicherheitskampagne „Blitz für Kids“ beendet

25. Oktober 2012 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

Vom 8. bis 19. Oktober 2012 fand die nun schon traditionelle Verkehrssicherheitsaktion „Blitz für Kids“ der sächsischen Polizei und des ADAC Sachsen e. V. statt.

In der ersten Woche bedankten sich die Grundschüler der vierten Klassen bei den Autofahrern, die die vorgeschriebene Geschwindigkeit vor den Schulen einhielten. Dabei konnten sich insgesamt 2.326 vorbildliche Autofahrer über eine Karte mit der Aufschrift „Danke“ freuen. Zudem erhielten sie kleine selbstgebastelte Geschenke.

Ertappte „Temposünder“ dagegen wurden von den Kindern zur Rede gestellt und erhielten zur Ermahnung eine „rote Karte“. Die Schulkinder beteiligten sich mit großer Begeisterung an der Aktion. Zudem lösten sie mit ihren Fragen, wie „Haben Sie selbst Kinder, die schon einmal in einen Unfall verwickelt waren?“, „Wieso fahren Sie so schnell, Sie wissen doch dass hier eine Schule ist und die Kinder über die Straße müssen.“ bei so manchem Autofahrer Betroffenheit aus.

In der zweiten Woche (15. bis 19. Oktober 2012) wurde an denselben Stellen nochmals ohne Beteiligung der Schulkinder kontrolliert.

Den Auftakt zu dieser Verkehrssicherheitskampagne an der 74. Grundschule in Dresden besuchten Herr Staatsminister Markus Ulbig und ADAC-Vorstandmitglied Prof. Dr.-Ing. Norbert Brückner. Beide hoben hervor, dass den Kindern als schwächste Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk zu schenken ist und appellierten an das Verantwortungsbewusstsein der Kraftfahrer.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Aktion auch im Jahr 2012 nichts an ihrer Wirksamkeit eingebüßt hat. Die überwiegende Zahl der Fahrzeugführer fuhr in den Bereichen der Grundschulen vorbildlich. Nur einige unverbesserliche Kraftfahrer passten ihr Fahrverhalten nicht an.

Ergebnisse:

Im Gesamtzeitraum wurden insgesamt 20.119 Fahrzeuge gemessen. Davon überschritten 1.392 (6,9 %) die Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass dennoch jeder 14. Kraftfahrer in den gefährdeten Bereichen zu schnell fuhr und damit die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr erheblich gefährdete.

Die höchste gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung betrug in diesem Jahr 34 km/h. Dieser Fahrzeugführer hätte sein Auto mit Sicherheit nicht mehr rechtzeitig vor einem auf die Straße laufenden Kind zum Stehen gebracht. Die Sanktion (drei Punkte, ein Monat Fahrverbot und 160 € Bußgeld) wird ihn hoffentlich dazu anhalten, die StVO zukünftig zu beachten.

Die sächsische Polizei und der ADAC Sachsen weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass Kinder nicht nur auf dem Weg zur Schule und nach Hause, sondern insbesondere auch im Freizeitbereich durch den Straßenverkehr gefährdet sind.

Auch außerhalb dieser Aktion wird die Polizei im Rahmen ihres täglichen Dienstes ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche im Straßenverkehr richten, in denen Kinder besonders gefährdet sind.

 

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