GdP beklagt Urteil gegen Murat K. als „zu milde“

22. Oktober 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Als „zu milde“ hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Verurteilung eines Islamisten zu sechs Jahren Haft wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke auf zwei Polizisten durch das Landgericht Bonn bezeichnet.

GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Wer in blinder Raserei mit einem Messer auf meine Kolleginnen und Kollegen einsticht, nimmt deren Tod in Kauf. Der Täter hat ohne Reue auch während des Prozesses deutlich gemacht, dass in seinen Augen Polizisten Freiwild sind wenn sie sich gegen seine Überzeugung stellen.“

Seit Jahren beklagt die Gewerkschaft der Polizei, dass verbale und tätliche Übergriffe auf die Beamtinnen und –beamten im täglichen Dienst zunehmen. Eine von der Innenministerkonferenz in Auftrag gegebene Studie hatte dies bestätigt. Witthaut: „Solche Zustände dürfen nicht hingenommen werden. Eine notwendige Konsequenz ist die spürbare Bestrafung der Täter. Die Bonner Richter hätten ein Zeichen setzten und den Strafrahmen für die Murat K. zu Last gelegte Tat ausschöpfen können.

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