Sichere Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

18. Oktober 2012 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Vom 14. bis 18. September 2012 diskutieren in Bad Neuenahr-Ahrweiler rund 30 brasilianische Führungskräfte mit deutschen Experten über die Sicherheit bei Großveranstaltungen. Anlass ist die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2014, deren Gastgeber Brasilien sein wird.

„„Großveranstaltungen wie Fußball-Weltmeisterschaften stellen Rettungsdienste, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz vor besondere Herausforderungen, um die Sicherheit von Besuchern und Spielern zu gewährleisten““, sagte Bernd Krupp, Geschäftsführer von Engagement Global. „„Deutsche Kommunen haben bei der WM 2006 zahlreiche Erfahrungen gesammelt, die sie bereits zur WM 2010 in Südafrika mit den dortigen Kommunen geteilt haben.““ Nun möchten auch die brasilianischen Städte São Paulo, Belo Horizonte, Curitiba, Manaus, Rio de Janeiro und Recife davon profitieren.

Die deutschen Experten stammen aus den deutschen WM-Städten aus der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr, sowie aus städtischen Gesundheitsämtern. Von brasilianischer Seite ist die lokale und bundesstaatliche Ebene vertreten. „„Wir besprechen sicherheitsrelevante Aspekte von der Krankenhausalarmplanung über Infektionsvorsorge bis zum Krisenmanagement und der Risiko- und Krisenkommunikation bei Großveranstaltungen““, erläuterte Claus Lange, Leiter des Arbeitskreises WM 2014 und der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF) im Deutschen Städtetag. Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ergänzte: „„Im Wesentlichen geht es bei dem deutsch-brasilianischen Austausch darum, Wissen und Erfahrungen der vergangenen Weltmeisterschaften für die brasilianischen WM-Austragungsstädte und die Herausforderungen der WM 2014 zu nutzen.““

Den fünftägigen Workshop veranstaltet die Arbeitsgruppe „Bevölkerungsschutzrelevante Aspekte von Großveranstaltungen“ (AG BAG) des BBK gemeinsam mit Engagement Global und der AGBF. Die AG BAG berät und vermittelt im Rahmen eines Expertennetzwerkes Expertise bei den Vor- und Nachbereitungen von bevölkerungsschutzrelevanten Großveranstaltungen. Die AGBF hatte bereits zur WM 2006 die präventiven Maßnahmen der zwölf deutschen Austragungsorte koordiniert. So wurden die Einsatz- und Alarmplanungen der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes abgestimmt, gemeinsame Handlungsempfehlungen erarbeitet und Übungen durchgeführt. Den Rahmen für diesen Workshop setzt das Host City Programm der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Das Themenspektrum umfasst unter anderem Verkehrsfragen, Fanfeste, juristische Fragen, Stadtmarketing und natürlich auch die Sicherheit. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt ist Teil der gemeinnützigen Gesellschaft Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen. Sie hat den Auftrag der Bundesregierung, bürgerschaftliches und kommunales Engagement für Entwicklungspolitik zu fördern und steht mit Informationen, Beratung, finanzieller Förderung, Weiterbildungs- und Vernetzungsmaßnahmen ihren Partnern und Kunden zur Seite.

Der Workshop findet an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt. Dazu gehören auch Besuche bei der Kölner Feuerwehr und bei Rettungsdiensten – und selbstverständlich der Besuch eines Fußballspiels im Kölner RheinEnergieStadion.

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