„Christoph 4“ rettet seit 40 Jahren vielen Patienten das Leben

13. Oktober 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Im Rahmen eines Festaktes wurde das 40-jährige Jubiläum von „Christoph 4“ in den Räumlichkeiten einer Kindertagesstätte der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in der Nähe der Medizinischen Hochschule Hannover gefeiert. Durch eine nahezu vollständig ausgerüstete Ersatzmaschine konnten sich die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Organisationen und ehemaligen Mitarbeitern einen Eindruck vom Geburtstagskind verschaffen. Währenddessen war der normale Einsatzbetrieb an der Station sichergestellt.

Landesinnenminister Uwe Schünemann sprach in seinem Grußwort von der Selbstverständlichkeit, mit der heute Luftrettung zum rettungsdienstlichen Alltag gehöre und würdigte die Pionierleistungen der Anfangzeit. Christoph Unger, Präsident des BBK, versicherte in seinem Grußwort, dass sich der Bund auch weiterhin in der Luftrettung engagieren, die Luftrettung im Zusammenwirken mit den Ländern und der Bundespolizei optimieren und sich auch aktiv an Weiterentwicklungen beteiligen werde. Prof. Krettek, Leiter der MHH-Unfallchirurgie betonte in seiner Rede die Teamarbeit zwischen den Einsätzen von „Christoph 4“ und des Rettungszentrums der MHH als positive Auswirkung auf die Überlebenschance der Patienten.

Immer, wenn es richtig schnell gehen muss, kommen Rettungshubschrauber zum Einsatz. Egal, ob bei einem Verkehrsunfall mit Schwerverletzten oder in unwegsamem Gelände –

Hubschrauber können die Patienten schonend und schnell in das nächst gelegene Krankenhaus bringen und damit ihr Leben retten. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist „Christoph 4“ seit 40 Jahren stationiert. Am 2. Oktober 1972 hob der Rettungshubschrauber zum ersten Mal an der MHH ab.

Mehr als 57 Tausend Mal ist „Christoph 4“ bislang zu Einsätzen in Hannover und dem direkten Umland ausgerückt. Dabei stieg die Zahl der Einsätze in den ersten 20 Jahren kontinuierlich an. Waren es am Anfang noch weniger als 200 pro Jahr, geht „Christoph 4“ heute im Schnitt jährlich 1.500 Mal in die Luft. Die Technik wurde währenddessen ständig weiter entwickelt:

Als einer der einsatzstärksten Rettungshubschrauber wird „Christoph 4“ von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) betrieben. Die JUH stellt die Rettungsassistenten und organisiert den Betriebsablauf. Das Personal kommt von der Bundespolizei in Gifhorn. Am dortigen Stützpunkt der Fliegerstaffel Nord wird die Maschine auch gewartet. „Christoph 4“ ist ein Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministeriums des Innern und gehört zu den insgesamt 52 in Deutschland stationierten Rettungshubschrauber.

„Christoph 4“ fliegt Einsätze in der Region Hannover sowie in den Landkreisen Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Der Rettungshubschrauber kann laut Betreiber eine Geschwindigkeit von 257 Kilometern pro Stunde erreichen. Im Durchschnitt ist er innerhalb von acht Minuten am Unfallort und liefert die Schwerverletzten nach 47 Minuten im Krankenhaus ab.

Eine der spektakulärsten Einsätze gab es im Dezember 1986. Ein vier jähriger Junge brach im Steinhuder Meer in Niedersachsen ein. Die damalige Besatzung von „Christoph 4“ zog ihn aus dem eiskalten Wasser heraus. Dank der schnellen Hilfe konnten die Notärzte den bereits klinisch toten Jungen ins Leben zurückholen.

 

 

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