„DPolG und VPS sind keine Tarifpartner in der Luftsicherheit“

12. Oktober 2012 | Themenbereich: Security | Drucken

„Die DPolG – Deutsche Polizeigewerkschaft im DBB und der Verband Private Sicherheit (VPS) in der DPolG Berlin können aus satzungsrechtlichen Gründen keine Tarifpartner des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) sein“, darauf wies heute der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok, hin.

Der BDSW begrüße es, dass sich insbesondere der Vorsitzende der DPolG, Rainer Wendt, seit geraumer Zeit intensiv für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der cirka 7.000 Luftsicherheitsassistentinnen und -assistenten an den deutschen Verkehrsflughäfen einsetze. Die DPolG sei jedoch kein Tarifpartner, weil sie nur Landes- bzw. Fachverbände als Mitglieder habe. Diese wiederum haben nur Polizeibeamte beziehungsweise Angestellte des öffentlichen Dienstes als Mitglieder. Der Verband Privater Sicherheit (VPS), der von der DPolG Berlin im vergangenen Jahr gegründet wurde, scheide ebenfalls als Tarifpartner aus. Es gehöre nicht zu den satzungsgemäßen Aufgaben dieser Interessenvertretung der Beschäftigten bei den privaten Sicherheitsdiensten, Tarifverträge abzuschließen.

Mit dieser Klarstellung reagierte der Hauptgeschäftsführer des BDSW auf teilweise irreführende Tarif-Informationen der dbb tarifunion, die die laufenden Tarifverhandlungen belasten. „Unbestreitbar ist“, so Olschok, “dass der BDSW in einer Tarifgemeinschaft mit den Nichtverbandsmitgliedern FraSec und FIS mit ver.di am 8. und 9. Oktober und mit der dbb tarifunion am 10. Oktober 2012 die Verhandlungen für einen bundesweiten Manteltarifvertrag Aviation fortgesetzt hat“. Die dbb tarifunion vertrete in diesen Verhandlungen die Komba-Gewerkschaft. Diese habe als Fachgewerkschaft für Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Kommunen, ihren privatisierten Dienstleistungsunternehmen und vereinzelt im Landesdienst Tätigen unbestreitbar Mitglieder der Fraport Security (FraSec). Diese Tarifgemeinschaft habe das Ziel, einen bundesweiten Manteltarifvertrag für die 15.000 Beschäftigten an den Verkehrsflughäfen abzuschließen.

Abschließend appellierte Olschok an die dbb tarifunion, nicht mit „politischen Ränkespielen“ den Erfolg der Tarifverhandlungen leichtfertig aufs Spiel zu setzen. „Das gemeinsame Ziel der Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber sei es, die Arbeitsbedingungen der 15.000 Sicherheitsbeschäftigten an den deutschen Verkehrsflughäfen nachhaltig zu verbessern“, so Olschok abschließend.

 

 

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.