Bilanz des landesweiten Kontrolltags: Jedes fünfte Fahrzeug beanstandet“

12. Oktober 2012 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Am 11.10.2012, von 07.00 Uhr bis 23.00 Uhr führte die rheinland-pfälzische Polizei landesweit schwerpunktmäßige Kontrollen des gewerbsmäßigen Güter- und Personenverkehrs durch. Insgesamt kontrollierten 122 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte an 11 verschiedenen Kontrollstellen 220 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Der Anteil des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs nimmt auf Bundesautobahnen sowie überregionalen Bundesstraßen stetig zu. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fehlende Ladungssicherung, zu geringer Abstand, technische Mängel, Fehler beim Überholen sowie Übermüdung infolge Nichtbeachten der Lenk- und Ruhezeiten waren in der Vergangenheit die Hauptunfallursachen mit Beteiligung von Fahrzeugen des Schwerverkehrs und von Reisebussen.

Im ersten Halbjahr 2012 ereigneten sich in Rheinland- Pfalz 7.479 Verkehrsunfälle an denen LKW beteiligt waren. Bei 24 Unfällen wurden dabei Menschen tödlich verletzt. Bei 5.884 dieser Unfälle setzten LKW- Fahrer die Ursache für das Unfallgeschehen.

Um diesem Phänomen effektiv zu begegnen, wurde der landesweite Kontrolltag vom Morgen bis in die Abendstunden auf dem Fernstraßennetz durchgeführt. Das Hauptaugenmerk dieses Kontrolltages lag in der Überprüfung von Ladungssicherheit, technischem Zustand der Fahrzeuge sowie Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten.

Im Kontrollzeitraum wurden 220 Fahrzeuge an den Kontrollstellen überprüft. 42 Fahrer hatten Ihre Ladung unzureichend gesichert. In 68 Fällen wird seitens der zuständigen Bußgeldstellen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den verantwortlichen Fahrzeugführer eingeleitet werden.

Bei 88 Fahrzeugführern besteht der Verdacht der Nichteinhaltung von Lenk- und Ruhezeiten. Bei insgesamt 20 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge wurden Mängel festgestellt und geahndet. Besonders aufmerksam wurden die Polizeibeamten bei einem Klein-LKW aus dem Großraum Mainz, Wiesbaden. Der Fahrer stand unter Alkoholeinfluss, so dass ihm die Weiterfahrt nicht mehr gestattet werden konnte. Bei ihm wurde eine Blutprobe angeordnet, sein Führerschein wurde in amtl. Verwahrung genommen.

Bei 4 weiteren Fahrzeuglenkern, allesamt Führer sogenannter Kleintransporter, stellten die Beamten aktuellen Drogenkonsum fest. Auch hier wurden jeweils Blutentnahmen angeordnet. Die Betroffenen dürfen entsprechende Verfahren der jeweiligen Bußgeldbehörden erwarten. Zudem wurde bei ihnen die Weiterfahrt unterbunden.

„Die Verkehrssicherheitsarbeit der rheinland-pfälzischen Polizei bewegt sich im bundesdeutschen wie auch europäischen Vergleich auf höchstem Niveau. Neuen Entwicklungen wird durch stetige Fortbildung Rechnung getragen. Die Auswertung der regionalen Unfallstatistiken spielt bei der Planung der Verkehrsüberwachungsmaßnahmen eine wesentliche Rolle. So kann sich die rheinland- pfälzische Polizei neuen Unfallschwerpunkten flexibel und effektiv entgegenstellen“, sagte Innenstaatssekretärin Heike Raab.

 

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