Täter-Opfer-Ausgleich sorgt für Rechtsfrieden

11. Oktober 2012 | Themenbereich: Justiz, Sachsen-Anhalt | Drucken

Justizministerin Professor Angela Kolb hat die Bedeutung des Täter-Opfer-Ausgleichs für das Wiederherstellen des Rechtsfriedens herausgestrichen. „Die Interessen der Opfer können hier stärker berücksichtigt werden, als dies in herkömmlichen Strafverfahren möglich ist“, sagte sie bei einer Fachtagung des Landesverbandes für Straffälligen- und Bewährungshilfe.

Beim Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) erhalten Täter und Opfer die Möglichkeit zur Aussprache über die Tat und ihre Folgen. Ziel ist, eine von beiden Seiten akzeptierte Form der Wiedergutmachung zu erarbeiten. Anders als im Strafverfahren kann das Opfer eine aktive Rolle übernehmen. Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüche können einvernehmlich geregelt werden, so dass das Opfer schnell und unbürokratisch Wiedergutmachung erhalten kann.

Der Täter-Opfer-Ausgleich wird in Sachsen-Anhalt in den meisten Fällen von freien Trägern durchgeführt, die im Landessprojekt TOA unter der Leitung des Landesverbandes für Straffälligen- und Bewährungshilfe Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen sind. 1.050 solcher Schlichtungen wurden im Jahr 2011 nach einer Statistik des Landesverbandes bearbeitet. Damit ist die Zahl insgesamt leicht rückläufig.

Kolb sagte, sie hoffe, dass die Tagung Impulse gebe, dass diese Entwicklung umgekehrt werde. „Der TOA ist ein Erfolgsmodell und hat seinen festen Platz in der Strafrechtspflege.“

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