Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“

11. Oktober 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Am Dienstagnachmittag traf sich Justizminister Volkmar Schöneburg mit der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“. Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Christian Görke im Brandenburger Landtag stärkte er der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ den Rücken.

Schöneburg: „Es geht darum, das zivilgesellschaftliche Engagement zu stärken. Denn wir sind uns einig, dass es aus der Mitte der Gesellschaft kommen muss. Es muss klar sein, dass Neonazis in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.“

Bei dem Besuch wurde darüber beraten, was die Landesregierung dafür tun kann, dass keine Gräben entstehen zwischen engagierten Bürgern und jenen, die diese als Nestbeschmutzer beschimpfen.

Der Briefkasten am Privathaus des Zossener Initiativensprechers Jörg Wanke wurde in der Nacht zum Sonntag gesprengt. Zugleich versuchten die Täter die Glasscheiben der Haustür des Hauses einzuwerfen. In der Stadt wurden gleichzeitig verstärkt Hakenkreuz Schmierereien und rechte Parolen registriert. Am Montag erstattete Herr Wanke bei der Polizei Anzeige, weil er mit schwarzer Farbe übermalte Stolpersteine, die an in der Nazizeit getötete Juden erinnern, und davor den drei Meter breiten Schriftzug „Schweine“ gesehen hat.

Der Anschlag auf Wanke ähnelt dem Anschlag auf das Wohnhaus des stellvertretenden Juso-Landesvorsitzenden und Neonazi-Gegner Nico Schmolke im Sommer dieses Jahres. Es wurde die Scheibe eingeschlagen und der Briefkasten gesprengt.

Die Initiative „Zossen zeigt Gesicht“ war 2009 nach mehreren rechtsextremistischen Vorfällen gegründet und deren „Haus der Demokratie“ bei einem Brandanschlag im Januar 2010 zerstört worden.

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