Bündnis gegen Kindesmißbrauch

11. Oktober 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

White IT ist ein Bündnis, das sich insbesondere gegen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung in der digitalen Welt kümmert. Das Bündnis wurde auf Initiative des Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann im November 2009 in Berlin gegründet. Der zugehörige Verein „White IT Supporters“, welcher seit Mai 2011 aktiv ist, unterstützt und fördert in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport sowie zahlreichen Partnern die Bündnisziele.

White IT ist es gelungen, eine Vielzahl verschiedener Partner für einen gemeinsamen ganzheitlichen Bekämpfungsansatz zu gewinnen. Besonders erfreulich ist es, dass mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) nun sämtliche Interessenvertretungen der Polizei gemeinsam aktiv gegen Kindesmissbrauch vorgehen werden.

Zudem konnte die Fa. EITCO, welche sich verstärkt im Bereich des plattformübergreifenden Lernens einbringen wird, sowie der Deutsche Präventionstag beim diesjährigen Symposium als weitere Partner präsentiert werden. Insgesamt besteht das Bündnis nun aus 47 Mitgliedern.

Das diesjährige White IT Symposium stand unter dem Motto „Social Media – Herausforderungen und Chancen im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch“. Zu Beginn des Symposiums blickte Innenminister Uwe Schünemann auf das vergangene Jahr und das Erreichte zurück. Insbesondere die Veröffentlichung und Verteilung der inzwischen über 100.000 Pixi-Bücher (Lena/Ben sagt Nein!) für Kinder im Vorschulalter sowie der Ausbau der Strategie des Bündnisses wurden besonders hervorgehoben.

In Zukunft werden die Exemplare auch in verschiedenen Sprachen (u.a. englisch, französisch, spanisch und japanisch) und dem niederdeutschen „platt“ in digitaler Form zur Verfügung stehen.

Sehr eindrucksvoll war das ergreifende Theaterstück „click it 2“, mit dem sehr deutlich auf die Gefahren im Internet hingewiesen wurde. Zudem wurden u.a. Vorträge rund um das Thema Prävention präsentiert, die Hilfestellungen im Umgang mit den digitalen Medien geben sollen. Adrian, ein Scout der prämierten Schülerplattform „juuuport.de“, stellte dabei eindrucksvoll die Probleme und Herausforderungen dar, denen sich unsere Kinder und Jugendlichen im Umgang mit den digitalen Medien stellen müssen.

Den Abschluss der Vortragsreihe und gleichsam den Höhepunkt eines erfolgreichen White IT Symposiums 2012 bildete die Podiumsdiskussion unter der Gesprächsleitung von Pauline Seewald vom Behörden Spiegel.

Über das Thema „Social Media – Nährboden für sexuellen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung“ diskutierten Innenminister Uwe Schünemann, Christian Hoppe vom BKA, Rolf Stöckel in seiner Funktion als Vorstandssprecher der Deutschen Kinderhilfe sowie Thomas Gabriel Rüdiger vom Innenministerium Brandenburg.

Der Initiator des Bündnisses White IT, Uwe Schünemann, stellte den ganzheitlichen Ansatz des Bündnisses dar und verwies auf die Vielzahl laufender Projekte und die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses. Während Christian Hoppe die strafprozessualen Maßnahmen und deren Einschränkungen für die Polizeibehörden in den Vordergrund rückte, berichtete Thomas Gabriel Rüdiger von den aktuellen Entwicklungen in Brandenburg. Rolf Stöckel erläuterte seine Erfahrungen bei der Begleitung von Missbrauchsopfern. Er machte deutlich, wie sich das Internet nun zum Nährboden von sexueller Gewalt gegenüber Kindern entwickelt hat.

Am Ende der Diskussion bestand der Konsens, dass die weiteren Ziele nur gemeinsam erreichbar sind, sowie die Aufforderung an alle beteiligten Partner, sich auch weiterhin dem Ziel zu nähern, Kindesmissbrauch weitgehend aktiv einzudämmen. Nach einer Vielzahl von neuen Erkenntnissen und einem erfolgreichen Austausch von Informationen und Meinungen fand das White IT Symposium auch in diesem Jahr mit zahlreichen Ideen und Zukunftsplänen einen regen Zuspruch.

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