Willkommen in der Realität des Polizeiberufes!

9. Oktober 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der tragische Vorfall im Wedding, aber auch die Schüsse am Wochenende auf andere Personen spiegeln die mittlerweile stark angestiegene Gewaltentwicklung in dieser Stadt wieder, der sich Polizeibeamte fast täglich ausgesetzt sehen.

Auch unter den vom Senat auferlegten Belastungen setzen Tag täglich Frauen und Männer der Schutz-und Kriminalpolizei ihre Gesundheit und ihr Leben auf Spiel, ohne dass dies von der Öffentlichkeit deutlich wahrgenommen wird.

In den meisten Fällen gelingt es die Situation für alle Beteiligten ohne größeren Schaden zufriedenstellend zu lösen.

Der Fall im Wedding zeigt mit aller Konsequenz, was passieren kann wenn es nicht gelingt.

„Es ist erschreckend wie ohne Kenntnis des tatsächlichen Geschehensablaufes teilweise versucht wird Fehler der eingesetzten Beamten zu finden. Macht sich jemand noch die Mühe festzustellen was sie richtig gemacht haben?“ sagt der Landesvorsitzende Böhl

Haben sie nicht eventuell gerade jemanden das Leben gerettet, oder was wollte der Mann mit der Axt und dem Messer auf der Straße?

Haben sie nicht eventuell eine Geiselnahme verhindert?

Wir wissen es noch nicht, aber dazu sollten die Ermittlungen Aufschluss geben und auch warum, wer, wie am Ort des Geschehens gehandelt hat.

Polizisten kann man schlecht bezahlen, schlecht ausrüsten und auch schlecht behandeln, wir wollen Opfer schützen, sind aber nicht verpflichtet uns dabei umbringen zu lassen.

„Die Polizisten haben eine faire und objektive Beurteilung ihrer schweren lebensgefährlichen Aufgabe verdient. Zurückhaltung und Vertrauen in die Ermittlungsarbeit sind hier angebracht.“ sagt Böhl weiter.

Dennoch sollten die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage erneut dazu Anlass geben, die Entwicklung in der Gesellschaft und die Ausbildung und Einsatzmittel der Schutz sowie Kriminalpolizei einer Überprüfung zu unterziehen.

Schnellschüsse sind hier fehl am Platz!

 

 

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