Zusätzliche Ausstattung gefordert

8. Oktober 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Das vergangene Wochenende in Berlin war von schweren Verletzungen durch Schusswaffen geprägt. In einem Fall mussten Polizisten sogar von der Schusswaffe Gebrauch machen.

Dabei offenbarte sich wieder einmal die deutliche Lücke einer handhabungssicheren Alternative bei polizeilichen Einsatzmitteln zwischen dem Schlagstock und dem Schusswaffengebrauch.

Bodo Pfalzgraf, Vorsitzender der DPolG Berlin: „Es ist schon ärgerlich, dass offenbar jeder, der mindestens einen Tatort gesehen hat, nun plötzlich zum Experten für Polizeiarbeit mutiert. Die Situation war für unsere Kollegen lebensgefährlich und durch die besondere Hartnäckigkeit des Täters hat seine Überwältigung zur Abwehr von Gefahren für die Bürger dieser Stadt das gesamte Repertoire polizeilicher Eingriffsmöglichkeiten gefordert.“

Die komplexe und gefährliche Einsatzsituation hätte aus Sicht der DPolG Berlin mit dem Einsatz eines modernen sicher einzusetzenden Elektroimpulsgerätes wesentlich schneller und effizienter – sowohl für die Beamten, als auch für den Täter – erledigt werden können.

Pfalzgraf: „Wir werden mit dem Innensenator über die Einführung von Elektroimpulsgeräten zur Klärung solcher Situationen, wie auch zur Abwehr gefährlicher Hunde reden!“

Eine Gesamtbeurteilung des Einsatzgeschehens nur aufgrund von einzelnen offensichtlich geschnittenen Videosequenzen lehnt die DPolG Berlin ab. Der Landesvorsitzende dazu abschließend: „Dafür gibt es regelmäßig ein Ermittlungsverfahren, das alle Einzelheiten in der richtigen Reihenfolge genau prüft!“

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