Verkehrssicherheitskampagne „Blitz für Kids“ 2012

8. Oktober 2012 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

Vom 8. bis 19. Oktober 2012 findet wieder die Gemeinschaftsaktion „Blitz für Kids“ statt. Dann messen Polizeibeamte landesweit vor ausgewählten Grundschulen verstärkt die Geschwindigkeit. Die mittlerweile zur Tradition gewordene Verkehrssicherheitsaktion führen der ADAC Sachsen e. V. und die sächsische Polizei in altbewährter Form durch.

In der ersten Aktionswoche sind die Kinder am Zuge. Dann heißt es wieder: „Kinder stoppen Temposünder!“. Autofahrer, die von der Polizei beim zu schnellen Fahren ertappt worden sind, werden dann von Schulkindern der vierten Klassen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Die Kinder fordern die „Verkehrssünder“ auf, künftig die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten und überreichen zur Ermahnung Handzettel als „gelbe Karte“. Bei den Fahrzeugführern, die vorschriftsmäßig gefahren sind, bedanken sich die Schulkinder in Form einer grünen Karte mit der Aufschrift „Danke“.

In der darauf folgenden Woche wird an denselben Stellen nochmals ohne Beteiligung der Schulkinder kontrolliert, dafür mit allen rechtlichen Konsequenzen bei entsprechenden Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung.

Innenminister Markus Ulbig: „Kinder sind als schwächste Verkehrsteilnehmer besonderen Gefahren ausgesetzt und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Dementsprechend appelliere ich an das Verantwortungsbewusstsein der übrigen Verkehrsteilnehmer: ‚Runter vom Gas, es geht um die Sicherheit unserer Kinder!‘ „

ADAC-Vorstandsmitglied Thomas Kühl: „Allen Schulkindern, insbesondere den jüngsten Verkehrsteilnehmern, gilt unser besonderer Schutz. Deshalb erinnern der ADAC Sachsen und die Polizei mit dieser Aktion jährlich die Autofahrer an die notwendigen Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen.“

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen dieser Aktion insgesamt 29.774 Fahrzeuge gemessen und 1.184 Überschreitungen festgestellt. Das heißt, dass etwa jeder 25. Kraftfahrer in den gefährdeten Bereichen zu schnell fuhr und damit die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr erheblich gefährdete. Im Vergleich zum Jahr 2010 war „nur“ jeder 13. Kraftfahrer zu schnell. Die höchste Überschreitung betrug allerdings 57 km/h (2010, 55 km/h).

Seit 1995 ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder von 29 auf vier im Jahr 2011 zurückgegangen. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass ein Kind als Fußgänger und drei Kinder als Radfahrer getötet wurden.

Ingesamt registrierte die sächsische Polizei im vergangenen Jahr 1.349 verunglückte Kinder, damit stieg die Zahl der verunglückten Kinder zwar auf den höchsten Wert seit 2006 (1.331). Allerdings ist seit 1995 ein Rückgang um 56 Prozent zu verzeichnen.

Die oben dargestellte Verkehrsunfallentwicklung unterstreicht die Notwendigkeit, auch künftig in diesem Altersbereich tätig zu sein.

 

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