DPolG begrüßt MPU-Reform

5. Oktober 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer geplante Reform der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) und erhofft sich durch mehr Transparenz und Akzeptanz bei den Verkehrsteilnehmern eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt:

„Wenn jedes Jahr zehntausende beim sogenannten „Idiotentest“ durchfallen, ist eine Reform der MPU, die immerhin im Schnitt rund 750 Euro kostet, dringend notwendig.

Bei der derzeitigen Verfahrenspraxis, bei der insgesamt 15 MPU-Träger – darunter TÜV und Dekra – Gutachten erstellen, drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass es gelegentlich mehr um wirtschaftliche Interessen als um die Verbesserung der Verkehrssicherheit geht.

Eine bessere Transparenz der Abläufe bei gleichzeitig verstärkter Gewichtung von Verkehrssicherheitsaspekten anstelle schematischer psychologischer Untersuchungen führt bei den betroffenen Verkehrsteilnehmern mit Sicherheit dazu, dass Fehlverhalten im Straßenverkehr als solches und daraus erwachsene Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer erkannt und erwünschte Schlussfolgerungen gezogen werden. Kommerzielle Interessen müssen insoweit zurück stehen.“

 

 

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