Das GMLZ feiert 10jähriges Bestehen

1. Oktober 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Am 01. Oktober feiert das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zehnjähriges Bestehen. Das Zentrum ist mit hochmoderner Technik ausgestattet und ist befähigt, auf diverse Gefahren- und Schadenslagen schnell und effektiv zu reagieren. Es arbeitet inzwischen effektiv mit vielen Institutionen landes- und europaweit auf dem Gebiet des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes zusammen.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem Elbe-Hochwasser 2002 und den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 beschloss die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern im Jahre 2002 die „Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung“. Grundsatz war die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern für außergewöhnliche, großflächige oder national bedeutsame Gefahren- oder Schadenlagen. Hiernach sollten u.a. die in Bund und Ländern vorhandenen Hilfeleistungspotentiale besser miteinander verzahnt und ein neues Koordinierungsinstrumentarium für ein effizienteres Zusammenwirken des Bundes und der Länder geschaffen werden.

Daher wurde zum 01. Oktober 2002 die Gemeinsame Melde- und Alarmzentrale (GMAZ) in Betrieb genommen, die dann 2004 in das, noch heute so bezeichnete Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) umbenannt wurde. Ziel dieser Einrichtung war es, vor allem das Zusammenspiel von Bund und Ländern hauptsächlich im Bereich des Informationsmanagements und beim Nachweis von Engpass-Ressourcen zu verbessern.

Seit dem hat das GMLZ zunächst in den BBK-Liegenschaften in Bonn-Bad Godesberg, dann mit Zwischenstation in Bad Neuenahr-Ahrweiler und nun in Bonn-Lengsdorf Lagen beobachtet und ausgewertet, Lageberichte erstellt, nationale und internationale Hilfeleistungsersuchen bearbeitet, diverse Melde- und Warnverfahren bedient sowie verschiedenste Stellen mit vielfältigen Leistungen unterstützt. Dabei hat das GMLZ ständig seine Fähigkeiten und die vertrauensvolle Kooperation mit nationalen und internationalen Partner ausgebaut und somit zur Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren des Bevölkerungsschutzes beigetragen.

Die Weiterentwicklung des GMLZ wird aber auch in Zukunft aufgrund geänderter Bedürfnisse und neuer technologischer Möglichkeiten notwendig sein. Daher prüft das GMLZ derzeit schwerpunktmäßig beispielsweise die Nutzung neuer digitaler Informationstechnologie, die es erlaubt, Massendaten automatisiert zu verarbeiten und so in einer Lagekarte darzustellen, dass GMLZ-Beschäftigte noch schneller als bisher mögliche bevölkerungsschutzrelevante Lagen erkennen.

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