BKA ernennt 25 Kriminalkommissarinnen und Kommissare auf Probe

1. Oktober 2012 | Themenbereich: Bundeskriminalamt, Bundespolizei | Drucken

14 Frauen und 11 Männer ernennt BKA-Vizepräsident Jürgen Stock heute um 13 Uhr im Biebricher Schloss in Wiesbaden zu Kriminalkommissarinnen und Kriminalkommissaren auf Probe. Die Kommissarinnen und Kommissare sind die erste Ausbildungsgruppe im BKA, die den modernisierten Studiengang „Kriminalvollzugsdienst – Bachelor of Arts“ an der Fachhochschule des Bundes, Fachbereich Kriminalpolizei beim Bundeskriminalamt, absolviert haben. Der Präsident der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Thomas Bönders, übergibt die Bachelorurkunden.

Der neue Bachelorstudiengang für den gehobenen kriminalpolizeilichen Vollzugsdienst im BKA dauert drei Jahre (sechs Semester) und ist in Module gegliedert. Das Studium umfasst fachtheoretische Abschnitte und Fachpraktika. Im ersten Semester werden am Zentralbereich der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl vier Module angeboten. Diese vermitteln den Studierenden in einem fachübergreifenden Grundstudium beispielsweise das Verständnis für die Bedeutung des Grundgesetzes für eine freiheitliche demokratische Staats- und Gesellschaftsordnung. Das Hauptstudium am Fachbereich Kriminalpolizei in Wiesbaden beinhaltet 13 fachtheoretische Module. Dazu kommen Praktika in den Kriminalpolizeien der Bundesländer und im BKA.

Eine Abschlussprüfung, wie bisher im Diplomstudiengang, gibt es nicht mehr. Dafür endet jedes Modul mit einer Prüfung in Form von Klausuren, Präsentationen, Hausarbeiten, Sprachtests oder sportlichen Leistungsabnahmen. Die Bachelor-Thesis, die mündliche Prüfung zur Bachelor-Arbeit, und ein spezielles Modul, das auf die künftige Tätigkeit im BKA vorbereitet, bilden den Abschluss des Studiums.

Der Vorteil im Vergleich zum bisherigen Diplomstudiengang liegt im modular aufgebauten Lehrprogramm im Gegensatz zum früheren Blockunterricht. Die Module laufen interdisziplinär ab. In ihnen wird jeweils ein bestimmter Sachverhalt, etwa ein Fall von Menschenhandel oder ein Rauschgiftdelikt, unter anderem von einem Strafrechtler, aus kriminalistischer und kriminaltaktischer Sicht, aus kriminologischem Blickwinkel und aus staats- und verfassungsrechtlicher Sicht beleuchtet. „Das Ziel der Neuerungen ist die noch engere Verzahnung von Theorie und Praxis“, sagt BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Der Bachelorstudiengang bereitet die Studierenden besonders auf die für das BKA wichtigen Kriminalitätsbereiche vor. BKA-Präsident Jörg Ziercke: „Durch die Module kann die kriminalpolizeiliche Ausbildung flexibel auf die jeweils priorisierten deliktischen und amtsstrategischen Aktionsfelder eingehen. Dieser Ansatz stellt eine bedarfsorientierte Berufsqualilfizierung sicher. Die Studierenden werden optimal auf ihre Aufgaben im Bundeskriminalamt vorbereitet.“

Der Bachelorstudiengang erleichtert auch die internationale Zusammenarbeit: Er führt zu länderübergreifend vergleichbaren Studienabschlüssen und ermöglicht zudem einen internationalen Austausch von Studierenden.

Die heute ernannten Kriminalkommissarinnen und Kommissare auf Probe werden an allen drei Standorten des BKA, in Wiesbaden, Meckenheim und Berlin, ihre Arbeit aufnehmen. Ein Drittel von ihnen wird das Bundeskriminalamt in der Bekämpfung des Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus einsetzen.

 

 

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