Ideenwerkstatt zur Behördennummer 115

27. September 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Heute treffen sich in Köln über 140 Teilnehmer aus dem öffentlichen Sektor von Kommunen, Ländern und Bund zur Ideenwerkstatt „Campus 115“, um gemeinsam den Ausbau der einheitlichen Behördennummer 115 weiter voranzutreiben.

Der Campus 115 ist keine Konferenz im üblichen Sinn, sondern ein offener Raum zum Austausch über die strategische und operative Weiterentwicklung der 115 über den telefonischen Kanal hinaus. Daneben wird sich der Campus mit Fragen befassen, die die Verwaltungsmodernisierung im Kern betreffen: Kann sich die öffentliche Verwaltung auf strukturelle Herausforderungen wie Budgetknappheit und demografische Veränderungen vorbereiten? Welche Rolle spielt dabei die 115 für Qualitätsverbesserungen und Effizienzerhöhungen?

Hierzu erklärt die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe: „Die Behördennummer 115 ist inzwischen zu einem echten Markenzeichen für eine bürgernahe Verwaltung geworden. Die Zusammenarbeit von Kommunen, Ländern und Bund bei diesem Vorhaben ist wegweisend. Ich freue mich, dass der bewährte Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten heute durch den Campus 115 eine weitere, neue Plattform findet. Hier können wir unsere gemeinsame Vision von einer bürgernahen und modernen Verwaltung weiter ausgestalten.“

Die Veranstaltung ist eine Initiative des Forschungsnetzwerkes ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie), mit Unterstützung der Stadt Köln und des Bundesinnenministeriums. Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT, erklärt: „Wer die Polizei braucht, wählt 110. Feuerwehr über 112. Rufnummern, die jedes Kind kennt. So bekannt sollte auch die 115 werden. Sie unterstützt die Bürger bei Verwaltungsanliegen. Außerdem kann sie als Kanal dienen, Ideen oder Beschwerden an die Verwaltung zu richten.“

Die Stadt Köln hat die Behördennummer 115 zum Start des Pilotbetriebs 2009 eingeführt. Guido Kahlen, Stadtdirektor der Stadt Köln, erklärt hierzu: „Die Stadt Köln hat sich mit Überzeugung in 2009 dem 115-Pilotprojekt angeschlossen, weil die Bürgerinnen und Bürger einen einfachen und schnellen Draht zur Verwaltung wollen. Dieses Serviceangebot wird in Köln seit Beginn dieser Woche um den neuesten 115-Service, der telefonischen Terminvereinbarung für den Besuch einer Meldehalle oder des Kundenzentrums Innenstadt, erweitert. Wir haben noch viel vor mit der 115, damit die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger kompetent und vollständig bearbeitet werden.“

Rund 22 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben bundesweit bereits Anschluss unter der 115, 282 Kommunen und 11 Länder nehmen teil, seit 2011 ist auch die komplette Bundesverwaltung mit über 80 Behörden angeschlossen. Dadurch erhalten die Bürgerinnen und Bürger in den teilnehmenden Regionen nicht nur Informationen zu den lokalen Leistungen, sondern auch zu Leistungen der Länder und des Bundes wie z.B. der Praxisgebühr, zum BAföG oder zur Rente.

Durch Änderungen bei den Tarifen ist die 115 jetzt noch kundenfreundlicher: Aus dem Festnetz und aus mehreren Mobilfunknetzen ist die 115 zum Ortstarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar.

Quelle: Bundesministerium des Innern

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