300 private Sicherheitsdienste sorgen für Sicherheit in Bayerns Gerichten

25. September 2012 | Themenbereich: Bayern, Security | Drucken

Seit dem 1. September schützen rund 130 private Sicherheitskräfte die Gerichte in Bayern. Damit reagierte das bayerische Justizministerium auf den Mord an einem Staatsanwalt am 11. Januar dieses Jahres im Amtsgericht Dachau. Bei der Auswahl der Sicherheits-unternehmen wurden die Qualifikation und die Zuverlässigkeit des Personals besonders in den Mittelpunkt gestellt, darauf wies lobend der Hauptgeschäftsführer des BDSW Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Dr. Harald Olschok, hin.

„Das bayerische Kabinett hatte unmittelbar nach dem Ereignis in Dachau neben der Aufstockung des Wachtmeisterdienstes um 140 Stellen auch den Einsatz von privaten Sicherheitskräften beschlossen“, so Olschok. Die ersten 130 Voll- und Teilzeitkräfte unterstützen die Wachtmeisterinnen und Wachtmeister an den bayerischen Gerichten ab dem 1. September. Zum 1. April 2013 kommen weitere 100 private Sicherheitskräfte hinzu und am 1. März 2014 werden weitere 70 private Sicherheitskräfte eingestellt. Die privaten Sicherheitskräfte werden nach Aussagen der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk neben und zur Unterstützung der Wachtmeister bei der Eingangssicherung eingesetzt.

Olschok wies den von der Justizgewerkschaft erhobenen Vorwurf, es würden Mitarbeiter eingesetzt, die aus dem Türstehermilieu stammten und vorbestraft seien, zurück. „Diese Aussage zeugt von absoluter Unkenntnis der rechtlichen Voraussetzungen im Sicherheitsgewerbe und ist reine Polemik.“

Gut drei Viertel der Bayern halten private Sicherheitsdienste für wichtig, wenn es um die Innere Sicherheit im Freistaat geht. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Verbände-Monitors Bayern der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) im Auftrag des BDSW. Fast zehn Prozent der Befragten in Bayern halten die Unternehmen, die Eigentum, Leib und Leben von privaten und öffentlichen Auftraggebern schützen, sogar für unverzichtbar. „Diese Ergebnisse bestätigen die bayerische Landesregierung, künftig zum Schutz der Gerichte im Freistaat verstärkt private Sicherheitsdienste einzusetzen“, so Olschok abschließend.

 

 

 

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