Verkehrssicherheitsrat für absolutes Alkoholverbot

14. September 2012 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) macht Front gegen trinkende Kraftfahrer und will die Einführung eines absoluten Alkoholverbots im Straßenverkehr auf die politische Tagesordnung setzen.

Mit einem Alkoholverbot könne die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich gesenkt werden, schrieb DVR-Präsident Walter Eichendorf in einem Gastbeitrag für den ACE Auto Club Europa (ACE LENKRAD 9 / 2012). Der Unfallverhütungsexperte wies darauf hin, dass alleine in Deutschland im vergangenen Jahr (2011) 400 Menschen bei Alkoholunfällen ums Leben gekommen sind, das seien zehn Prozent aller Getöteten; 19 809 Menschen seien verletzt worden, davon 5 515 schwer. Eichendorf: „Das sind inakzeptable Zahlen.“

Das Fahren unter Alkoholeinfluss gehört nach Angaben des DVR-Präsidenten neben nicht angepasster Geschwindigkeit und dem Nicht-Angurten EU-weit zu den Hauptursachen schwerer und tödlicher Verkehrsunfälle. Der Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer müsse Vorrang bekommen gegenüber jener Gruppe, die trotz der Teilnahme am Straßenverkehr nicht auf den Konsum von Alkohol verzichten möchte. „Es geht um die klare Regel: wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht“, lautet die Forderung von Eichendorf.

Ob es demnächst schon zu einem Alkoholkonsumverbot für Kraftfahrer kommt, ist nach Angaben des ACE allerdings fraglich. In dem von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erst vor knapp einem Jahr vorgelegten Verkehrssicherheitsprogramm (Erscheinungsdatum 9.11.2011) ist ein Alkoholverbot jedenfalls nicht vorgesehen.

Quelle: ACE

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