„Niedersachsen festigt Vorreiterrolle im Bereich des Opferschutzes“

11. September 2012 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann hat heute (10.09.2012) im Rahmen eines Presseabends das Ergebnis einer Arbeitsgruppe aus dem Innenministerium, dem Landeskriminalamt Niedersachsen, dem Sozialministerium, dem Kultusministerium und dem Landespräventionsrat zur Erarbeitung einer Opferschutzkonzeption vorgestellt.

Ausgehend von den in Niedersachsen bereits umgesetzten Maßnahmen sowie von internationalen, europäischen und nationalen Entwicklungen wurden die Bedürfnisse aller Opfer von Straftaten analysiert. Darauf aufbauend wurden folgende Projekte auf den Weg gebracht:

1) Angebot einer psychosozialen Prozessbegleitung

2) Verfahrensunabhängige Beweissicherung

3) Fachkompetente therapeutische Soforthilfe zur Behandlung des Traumas der Opfer von Gewalttaten

4) Zentrale Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler als Ansprechpartner im Zusammenhang mit Missbrauch und Diskriminierung in Schulen und Einrichtungen zur Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen

„Diese Maßnahmen werden wir so ausbauen, dass ein in ganz Niedersachsen flächendeckendes Angebot erreicht werden kann. Zusätzlich schaffen wir eine Internetpräsenz der Landesregierung mit einem Informations- und Beratungsangebot für Opfer von Straftaten. Darüber hinaus werden wir Informationsangebote zum Umgang mit Medien für die Opfer von Straftaten entwickeln“, sagte der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann bei der Vorstellung der Opferschutzkonzeption.

Die Personal- und Sachkosten werden zur Hälfte vom Niedersächsischen Justizministerium getragen. Die verbleibende Hälfte wird zu gleichen Anteilen durch das Innenministerium und das Sozialministerium finanziert. Die gesamte Finanzierung erfolgt im Rahmen des Doppelhaushalts 2012/2013. Beginn der Umsetzung der Opferschutzkonzeption wird der 1. Januar 2013 sein.