BBK unterstützt Havariekommando Einsatz zur MSC Flaminia

11. September 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Auf Anfrage des Havariekommandos beteiligt sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit Sitz in Bonn am Einsatz „MSC Flaminia“ des Havariekommandos. Ein Experte des BBK unterstützt den Krisenstab in Cuxhaven im Sachbereich Lage und bildet eine Schnittstelle zum Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) im BBK.

Die Entsendung des BBK-Experten ist vorerst für drei Wochen geplant. Das GMLZ in Bonn stellt rund um die Uhr Expertise im länder- und organisationsübergreifenden Informations- und Ressourcenmanagement bei großflächigen Schadenlagen oder sonstigen Lagen von nationaler Bedeutung zur Verfügung.

Um ein flächendeckendes Lagebild zu erhalten, werden im GMLZ verschiedenste Gefahrenerfassungsquellen beobachtet, analysiert und interpretiert und die aufbereiteten Informationen an entscheidende Stellen bundes- und europaweit weitergegeben. Ziel ist das frühzeitige Erkennen komplexer Szenarien sowie die Prognose von Schadensentwicklungen im Ereignisfall, so dass schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Darüber hinaus wird die bei der Berufsfeuerwehr Hamburg eingerichtete Einheit der Analytischen Task Force (ATF) das Erkundungsteam des Havariekommandos bei der Sicherstellung und Analyse der an Bord der MSC Flaminia befindlichen Gefahrenstoffe unterstützen.

Bei der ATF handelt es sich um hoch spezialisierte mobile Einsatzkräfte mit herausragenden Fähigkeiten auf dem Gebiet der chemischen Schnellanalytik, die über die üblichen Möglichkeiten der kommunalen Gefahrenabwehr in der Verantwortung der Länder hinausgehen. Die ATF verfügt über qualifiziertes Personal (z. B. Chemiker, Chemie-Ingenieure) und eine hochmoderne analytische Ausstattung für chemische Lagen. Basierend auf Analyseergebnissen und toxikologischen Aspekten bewertet die ATF Situationen und schätzt die weitere Lageentwicklung ein.

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