Tod von Dominik Brunner war Anlaß für Zivilcouragetraining

7. September 2012 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Am 12. September jährt sich der Todestag von Dominik Brunner, der im Jahr 2009 im S-Bahnhof Solln ermordet wurde. Das tragische Ereignis war der Anlaß für die Aktion Münchner Fahrgäste die Initiative für noch mehr Sicherheit in Bus und Bahn zu ergreifen.

Das Polizeipräsidium München, die Bundespolizeiinspektion München und der Fahrgastverband veranstalten seither ein Verhaltenstraining für Fahrgäste unter dem Motto: Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst – ich auch!

Die kostenlosen Veranstaltungen finden im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthaler Höhe statt. Die Anmeldung erfolgt im Internet unter www.fahrgaeste.de.

Unter der Rufnummer (01805) 661010 erreicht man Montag bis Freitag von 07:00 bis 20:00 Uhr den Service-Dialog der S-Bahn München und kann sich telefonisch anmelden. Der Anruf kostet 14 ct/Min. aus dem deutschen Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.

Die nächste Veranstaltung findet am Montag, 15. Oktober 2012, statt und beginnt um 13:30 Uhr.

In einem ausführlichen praktischen Teil gibt es die Möglichkeit bei einem Rollenspiel im Originalfahrzeug das richtige Verhalten zu üben. Die Berufsfeuerwehr München zeigt mit einer Puppe die richtige Anwendung eines Defibrillators.

Die Dominik-Brunner-Stiftung, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), die Deutsche Bahn, die Bayerische Oberlandbahn (BOB) und die Berufsfeuerwehr München unterstützen die Veranstaltungsreihe. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude hat die Schirmherrschaft übernommen.

Seit 21. Januar 2010 haben 46 Veranstaltungen mit über 900 Teilnehmern stattgefunden.

Terminhinweis:

Das Bayerische Fernsehen berichtet am Sonntag, 9. September 2012 um 18:05 in seiner Sendung „Aus Schwaben und Altbayern“ über das Zivilcouragetraining.

1 Kommentar
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  1. Nach dem tragischen Tod des Herrn Brunner stellte sich die Kanzlerin vor die TV-Kameras und forderte mehr Polizei für den Bahnbereich. Hierbei sollte man nicht vergessen, dass die polizeiliche Zustädigkeit bei den Strecken der DB AG gesetzlich bei der Bundespolizei liegt. Somit richtete sich die Forderung nach mehr Polizei an den eigenen Innenminister.
    Wie sieht hingegen die Realität aus? Dünne Personaldecken an den Bahnhofswachen, keine Präsenz in den Zügen oder „kleineren“ Bahnhöfen. Gerade an Wochenenden gehören auf den Abend- und Nachtzügen des Nahverkehrs Präsenzstreifen. Leider ist Prävention anhand von Tagebuchnummern nicht messbar.

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