BBK veranstaltet erstmals ein Seminar der Vereinten Nationen

5. September 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Vom 26. – 31. August 2012 fand an der BBK eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) unter dem Titel „127th United Nations Humanitarian Civil-Military Coordination (UN-CMCoord)“ das Seminar statt. In der humanitären Hilfe, aber auch bei der Soforthilfe, ist eine Zusammenarbeit ziviler Organisationen mit der militärischen Seite, insbesondere bei technischen und Naturkatastrophen nicht mehr weg zu denken.

Ob die eigenen Streitkräfte eines betroffenen Landes oder fremde militärische Kräfte (beispielsweise bei Friedensmissionen), eine Zusammenarbeit schafft immer „Win-Win Situationen“, welche zuletzt den betroffenen Menschen hilft.

Das Seminar des Büros für die Koordination für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (UN-OCHA) wird seit Mitte der 90er Jahre bereits durch die Vereinten Nationen an immer wechselnden Orten in allen Regionen dieser Welt durchgeführt. Das insgesamt 127ste Seminar dieser Art fand jetzt in Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Ahrweiler statt. Damit fand erstmals ein UN Seminar an der AKNZ statt. Ausgeführt durch den Lehrbereich „Nationales und internationales Krisenmanagement, Zivil-Militärische Zusammenarbeit“ der AKNZ wurde damit die gute Partnerschaft zwischen deM UN-OCHA und dem BBK noch weiter vertieft.

„To break the stereotypes, think of the other´s viewpoint“ – Standards überwinden, die Sichtweise der anderen Seite beim eigenen Handeln berücksichtigen”. Dieses im Seminar häufig verwendete Zitat beschreibt den Kern des an der AKNZ durchgeführten Seminars. 27 zivile und militärische Experten aus Organisationen und Ländern von allen 5 Erdteilen kamen zusammen, um die jeweils „andere Seite“ und deren Arbeitsweise kennen zu lernen. Teilnehmer aus Kanada, Australien, der Republik Gambia, den Niederlanden, Belgien, Liberia, der Republik Mali, Deutschland, Frankreich, Spanien, der Türkei, Ungarn, USA und Angehörige der Vereinten Nationen aus Genf und New York sind zu der Veranstaltung nach Bad Neuenahr/Ahrweiler angereist.

Neben der Informationsvermittlung stand der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt des Seminars, das sich an Experten richtet, die in Krisenregionen als Verbindungspersonen zwischen den internationalen zivilen Akteuren und den Konfliktparteien fungieren sollen.

An vielen Fallbeispielen wurden die Strukturen und Arbeitsweisen humanitärer und militärischer Organisationen diskutiert sowie Schnittstellen und Herausforderungen identifiziert. Jeder Tag hatte einen besonderen Schwerpunkt. Wurden montags noch die Aufgaben und Möglichkeiten von UN-OCHA vorgestellt, dienstags über die verschiedenen Akteure der zivilen und militärischen Seite gesprochen, stand der Mittwoch und der Donnerstag im Zeichen möglicher Auswirkungen von Naturkatastrophen und komplexen Krisen. Der enorme Erfahrungs- und Wissensschatz der Teilnehmer spiegelte sich in den angeregten Diskussionen wider.

Inhaltlich wurde das Seminar durch drei internationale Experten im Bereich Zivil-Militärische Zusammenarbeit mit Unterstützung des Personals der AKNZ durchgeführt.

Nicht zuletzt fördert dieses Seminar neben einem besseren gegenseitigen Verständnis und dem Ausbau von Netzwerken auch die ständige Weiterentwicklung der schon seit 2002 an der AKNZ in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr durchgeführten Seminare zum Thema „Zivil-Militärische Zusammenarbeit im In- und Ausland“.

Zum Ausbildungsangebot der Akademie gehört auch eine Reihe von Seminaren, die mit so wichtigen Partnern wie der Europäischen Union oder dem UN-OCHA durchgeführt werden. So ist beispielsweise die Reihe der Lehrgänge der Europäischen Kommission im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens.

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