Gezielte Anschläge auf private PKW’s von Polizistinnen und Polizisten

4. September 2012 | Themenbereich: Berlin, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Allein am vergangenen Wochenende wurden an drei privaten Kraftfahrzeugen von Polizistinnen und Polizisten Radmuttern gelöst. Vor diesem Hintergrund hat heute die stellvertretende Landesbezirksvorsitzende der GdP Kerstin Philipp den Senator für Inneres und Sport Frank Henkel aufgefordert, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die vorhandenen Parkflächen innerhalb der Dienststellen der Polizei unverzüglich kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Darüber hinaus“, so die Gewerkschafterin, „müssen zusätzlich vor den Dienststellen Parkflächen frei gehalten werden, damit die Beamtinnen und Beamten ihre privaten PKW nicht unbeobachtet auf öffentlichem Straßenland abstellen müssen.“

Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers hatte gegenüber der GdP erklärt, dass sie unsere Einschätzung über die Gefährdung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt, sich aber trotzdem außerstande sehe, eine kostenfreie Nutzung der Abstellmöglichkeiten zu veranlassen.

„Die von der Polizeivizepräsidentin genannten Gründe (siehe Anhang), die einer kostenlosen Nutzung entgegenstehen“, bezeichnete Kerstin Philipp als bürokratisch.

„Die am schlechtesten bezahlten Beamtinnen und Beamten in Deutschland, die im täglichen Dienst ihr Leben und ihre Gesundheit zum Schutz von Menschen einsetzen, müssen in Berlin ständig um Almosen und Schutz ihrer Privatsphäre betteln, während sich Abgeordnete schamlos ihre Diäten um 10 Prozent erhöhen, sich Senatsmitglieder rund um die Uhr schützen lassen und dazu noch den Flughafen Berlin-Brandenburg mit Milliardenverlusten in den Sand setzen“, empört sich Kerstin Philipp.

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