„Vorbeugen ist besser als strafen!“

3. September 2012 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten der Landeshauptstadt hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in Schwerin informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

„Die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität wird in der Landeshauptstadt bereits seit vielen Jahren als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden“, lobte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist. Dabei habe sich vor allem der Kommunale Präventionsrat als ein sehr wirkungsvolles Instrument erwiesen, die Möglichkeiten der vielen staatlichen und nichtstaatlichen Akteure miteinander zu vernetzen.

Der Minister würdigte in diesem Zusammenhang sowohl die Steuerung dieses Prozesses durch die Stadtverwaltung und die Unterstützung durch die Polizei als auch das große Engagement zahlreicher Vereine, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen.

„Es ist unumstritten, dass vorbeugen besser ist als strafen. Außerdem bestätigen unsere langjährigen Erfahrungen, dass Straftaten dort am wirkungsvollsten vorgebeugt werden können, wo staatliche Stellen und nichtstaatliche Organisationen in der Präventionsarbeit vor Ort eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagte Innenminister Caffier. Das habe auch die Landeshauptstadt bereits mehrfach beispielhaft bestätigt.

Um die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in Schwerin zu unterstützen, hat der Kommunale Präventionsrat bereits zu Jahresbeginn vom LfK einen Förderbescheid in Höhe von 3.808 EUR erhalten. Darüber hinaus unterstützt der LfK in diesem Jahr erneut mehrere Einzelprojekte in der Landeshauptstadt.

So erhielt der AWO Kreisverband für das Projekt „Mein Körper gehört mir“ 3.446 EUR. Im Verlaufe dieses bundesweit anerkannten Projektes werden Schülerinnen und Schüler von 12 Schweriner Grundschulklassen altersgerecht für das Thema „sexualisierte Gewalt“ sensibilisiert.

Der Schweriner Jugendring erhielt für sein Projekt „Mit Netz und doppeltem Boden“ in diesem Jahr 3.000 EUR. Dieses Projekt widmet sich dem sicheren Umgang von Jugendlichen mit den neuen Medien und bereitet dazu u.a. auch Informationen für Jugendliche und deren Eltern auf.

Außerdem wurde die Evangelische Jugend Schwerin für ihr Projekt „Jugend 2.0 Peer-Training im www“ mit 4.160 EUR gefördert. Nach dem Aufbau und der Schulung entsprechender Gruppen können dadurch an Schweriner Schulen von Jugendlichen für Jugendliche Aktionen zur Prävention von Internetkriminalität angeboten werden.

Somit unterstützt der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung die Präventionsarbeit der Landeshauptstadt Schwerin in diesem Jahr mit insgesamt 14.414 EUR.

Für das gesamte Land stehen dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr 326.300 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit zur Verfügung. Auf der Grundlage der entsprechenden Richtlinie werden damit die Kommunalen Präventionsräte der sechs Landkreise und zwei kreisfreien Städte sowie insgesamt ca. 60 Einzelprojekte gefördert.

In gleicher Größenordnung können auch im nächsten Jahr Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung gefördert werden.

Entsprechende Anträge müssen bis zum 31. Oktober 2012 beim Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung und zu dessen Förderprogramm finden Interessenten im Internet unter www.kriminalpraevention-mv.de.

 

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